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Pixel - Drucken - Abmessungen

Da im Normalfall weitgehend Unklarheit darüber herrscht, was alles beachtet werden muss um letztendlich ein brauchbares Ergebnis zu bekommen, sei es nun zur Darstellung am Monitor mit der Verwendung_im_Internet oder als Druck, habe ich zusammengetragen was an Infos allgemein zugänglich ist. Diese Zusammenhänge gelten systemübergreifend.
Lediglich die Bearbeitung der Bilddaten ist vom verwendeten Programm abhängig, also mehr oder weniger komfortabel bis zu "geht überhaupt nicht".

Selbstverständlich sind auch der Monitor und Drucker mit ihrer Kalibrierung und Profilierung, mitbestimmend für das Endergebnis.
Das gilt für den Produzenten, mehr aber noch für den Betrachter wenn das Ergebnis aus dem Internet stammt.

Bezüglich der Monitore sind bei Neuanschaffungen die TFT-Panele (Stand 2007) inzwischen zum Standard geworden. Auch da wird die Qualität vom Preis bestimmt. Ausschlaggebend ist hier immer noch der Verwendungszweck. Jeder Monitortyp hat seine Vor- und Nachteile. Selbst hochwertige TFTs die zur Bildbearbeitung genutzt werden, haben noch das Manko mit dem eingeschränkten seitlichen Betrachtungswinkel.


Pixel - Drucker - Abmessungen: Was ist das?

Vorab: die Bezeichnung Pixel (Abkürzung "px" ist ein Kunstwort. Geprägt aus Picture Elements, und ist die kleinste Einheit aus denen sich ein digital-elektronisches Bild zusammensetzt.
Also: das einzelne Pixel ist immer der x-te Teil einer bestimmten Fläche, wobei die Grösse des Pixels für die Auflösung mitbestimmend ist.
Es sollte (muss) angestrebt werden immer eine Monitorauflösung zu nutzen, wo die Pixel auch quadratisch sind und somit ein Kreis am Monitor auch als Kreis abgebildet wird.

Die Anzahl der Pixel je Bildkantenlänge bestimmen grundsätzlich die Bildgrösse, z.B. am Monitor. Weiterhin auch die Dateigrösse, das wieder abhängig von der eingestellten Auflösung in dpi.
Für die exakte Bildbeurteilung am Monitor, sollte im jeweiligen Programm zur Bildbearbeitung die Bildgrösse auf 100% gesetzt sein. Nur so entspricht ein Pixel/Bild einem Pixel/Monitor.

Beim Vergrössern oder Verkleinern eines Bildes, wenn also die Pixel hoch- oder herunter gerechnet werden, kann es sinnvoll sein die Interpolation auszuschalten. Das Programm muss es allerdings können. So bleibt die originale Auflösung erhalten und die durch die Interpolation bewirkte leichte Weichzeichnung des in der Grösse geänderten Bildes, wird vermieden.
Andernfalls sollte ein Schärfen des Bildes vorgenommen werden. Aber - für die Darstellung am Monitor/Internet, ist das weniger von Bedeutung.

Wer sich noch etwas eingehender mit dieser Materie befassen möchte, gehe bitte zur Seite Bildauflösung und Bildgrösse

Doch zuvor noch einige Anmerkungen zum Hintergrund zwischen Werbung und Wahrheit und was quasi nicht eindeutig ist:
Um möglichst eine maximale Schärfe beim Ausdruck zu erreichen, sollte (muss) ein Drucker Dateien erhalten, die auf die Auflösung eingestellt (interpoliert) wurden mit welcher er sein bestes Ergebnis erreichen kann.

Beim Verfahren des Sublimations- Festtintendruckers sind das 300 dpi. Damit ist Werbung quasi auch Wahrheit.

Beim normalen Tintendruckverfahren (Bubble und Piezo) ist es ein i.d. Regel ein ähnlicher aber ab 300 dpi stetig steigenden Wert. Leider gibt es wohl für den Anwender keine Möglichkeit, diesen anhand der technischen Daten des jeweiligen Druckers herauszufinden.
Falls die also eine Datei mit einer, für diesen Drucker, optimalen Auflösung zum Drucker schicken wollen, müssen Sie selbst testen.
Beginnen Sie z.B. bei 200 dpi und steigern in 10-er Schritten bis das Ergebnis sichtbar schlechter wird. Mit diesen, für sie optimalen dpi-Wert, sollten die Dateien für nur diesen einen Drucker dann immer zum Drucker geschickt werden.

Wichtig! Für die Testdrucke immer das gleiche Papier (auch Papierfarbe) verwenden.
ABER: Um die maximale Schärfe aus einem Drucker herauszuholen, speziell beim Foto-Tintendrucker, wird ein Anwender spezielle Programme zur Hilfe nutzen müssen. Das ist aber hier nicht das Thema.

Die Erklärungen in den folgenden Abschnitten und an anderer Stelle, wenn es um Auflösungen geht, sind auch in diesem Zusammenhang zu sehen.

Fazit: Mögliche Druckerauflösung

Die feinstmögliche Auflösung eines Foto-Tintendruckers muss nicht in jedem Falle das beste Ergebnis produzieren. Weniger ist oft mehr! Dazu ist das Zusammenspiel von Druckertreiber, Tinten -auftrag und -mischung bei der Interpolation und dem verwendeten Papier verantwortlich und zu sehr voneinander abhängig.


Drucker - Rasterung - Halbtöne:

Normal kann man davon ausgehen, dass Drucker keine Halbtöne ausgeben können.
Es gilt demnach nur: Farbe EIN oder Farbe AUS.
Also: Hardware-Auflösung eines Druckers ist nicht gleich auch Halbtonauflösung des Druckers. Je nach möglicher Auflösung des Druckers oder auch eines anderen Ausgabegerätes, werden nach geforderter Helligkeit im Druckbild, Farbpunkte mehr oder weniger dicht nebeneinander oder versetzt und auch übereinander gedruckt.
Hier gilt: Je geringer die Auflösung des Ausgabegerätes, je deutlicher ist ein Raster erkennbar.

Es werden keinesfalls die Originalpixel des Bildes gedruckt!
Je nach Möglichkeiten des Druckers und/oder des Druckertreibers, wird eine Druckdatei immer vom Drucker/Treiber für die Ausgabequalität und geforderte -grösse umgerechnet.
Vor dem Drucken kann/muss man selbst die Rasterweite in (dpi = lpi = ppi) angeben.

Für den Drucker der keine Halbtöne ausgeben kann, das gilt sinngemäss auch beim Scannen einer Vorlage, genügt in der Regel eine Auflösung von 150 ppi. Das entspricht auch ziemlich dem 60-er Raster (genau 159 dpi) für den Offsetdruck.
Es ist halt ein weit verbreitete Irrtum, von der Werbung für Drucker noch suggeriert, dass eine hohe Druckauflösung gleichbedeutend mit einer hohen Bildqualität ist.
Richtig ist aber, dass die absolute Anzahl der Bildpunkte, also hoch x quer, wichtiger für die Bildqualität ist.

Entscheidend ist demnach für die Qualität einer Druckausgabe, mit wie vielen Pixeln in dpi (dots per inch) ein Bild gedruckt wird.
Zu beachten ist auch, dass eine Verdoppelung der Druckauflösung gleich den vierfachen Speicherplatz beansprucht. Das gilt für Farbdateien in RGB.
Gerade bei einer Veröffentlichung im Internet, sollte diesem Punkt Beachtung geschenkt werden. Das gilt auch bei Komprimierung der Bilddaten.

Falls Sie einmal Tipps lesen wie z.B.:
Anzahl der Pixel für die Seitenlänge (hoch oder quer), geteilt durch die gewünschte Druckseitenlange (hoch oder quer) in inch (Zoll), ergibt den einzugebenden Wert für dpi, so ist das Ergebnis durch brauchbar.
Beachten Sie jedoch die für mich ermittelten Werte für meine aktuellen Drucker.

Achtung!
Wenn feinste Strukturen gedruckt werden sollen, kommen Sie um eigene Tests mit Ihren Druckern nicht herum.

Ideal sind Vorlagen die in verschiedenen Auflösungen vorliegen.
Bei einem Laserdrucker, s/w oder color, sind 300 dpi nur für den Entwurf OK. Mit einer Versuchsreihe zwischen 180 dpi und 360 dpi Vorlagen werden Sie schnell den optimalen dpi-Wert für ein Druckergebnis feststellen. Das muss aber für jeden Drucker den Sie nutzen extra ermittelt werden.

Je nach Verwendungszweck kann es erforderlich sein, eine Qualitäts-Reserve bei der Druckauflösung zu berücksichtigen.
Das gilt speziell für feine Strukturen, schräg verlaufende Linien (Rasterwinkel). Aber ein Wert von 1,5 ist in der Regel ausreichend.

Dazu Beispiele von drei Druckern aus der Praxis:
- keine professionelle Testumgebung -

Laserdrucker Kyocera FS-1020d®, Einstellung 600 dpi

Tintendrucker HP business inkjet 1100d®, Einstellung druckerseitig

Farb-Laserdrucker Lexmark C522®, Einstellung 4800 color-quality (dpi nicht spezifiziert)

FAZIT:
Die Ergebnisse mit diesen Druckern zeigen, dass das Optimale zwischen 200 und 300 dpi liegt, aber die Vorlage druckerabhängig mit xyz dpi gedruckt werden muss (sollte). Bei Farbflächen mit diffizilem Verlauf muss ggf. noch der Farbverlauf in Verbindung mit dpi berücksichtigt werden. Dass beim Modell Lexmark C522 dpi 4800-colorquality Angabe kein dpi Wert zugeordnet wird lässt vermuten, dass es keine echten dpi sind.
Da bei 1200 x 1200 dpi die Linienwiedergabe und der Farbverlauf quasi identisch mit dem Wert von 4800 colorquality (Standard-Auflösung für Color) sind, kann es eine interpolierte Farbmischung mit etwas geringerem Tonerauftrag sein.
Ich erwähne das hier, weil aussagen über 1200 dpi, ob nun Laser- oder Tintendrucker, nach heutigem Stand nur Marketing-Fantasien sind. Bei diesem Drucker sind 1200 dpi die optimale Auflösung und sie bietet gleichzeitig den besten Glanz (nur durch mehr Tonerauftrag möglich).

Verwendet wurde als vergleichbare Basis Normalpapier mit 100 g/m². Das Kriterium waren feinste Struckturen, Linien und Farbverläufe, wie sie in der täglichen Praxis so nicht gehäuft vorkommen. Die genannten Schwächen bei bestimmten Auflösungen der Vorlage, welche z.B. in Grafiken oder Fotos ohne grössere Flächen kaum auffallen, zeigten aber deutlich, welche Auflösung der Vorlage beim jeweiligen Drucker und dessen Einstellung optimal ist.

Aber: Die Entwicklung bei den Tintendruckern zu immer feinerer Auflösung um möglichst feinste Tintentröpfchen zu erzeugen wird irgendwann technische Grenzen haben. Z.Zt. bieten Tintendrucker Auflösungen von ≥ 2400 dpi schon als normal für Fotodrucke an.
Selbst Hersteller von Farblaserdruckern wollen da nicht zurück stehen und bieten Auflösungen (lt. Datenblatt) weit > 1200 dpi. Leider wird Toner mittelfristig, wenn überhaupt, nicht mit der Auflösung von Tintentröpfchen vergleichbar werden.

TIPP: Um lange Druckzeiten von grossen Dateien/Formaten zu vermeiden, wenn der Drucker z.B. per PS angesteuert wird und wie üblich wenig RAM hat, sollten die zu druckenden Dateien auf 300 dpi begrenzt werden. Mehr dpi bringen kein besseres Druckergebnis! Das wird leider immer noch zu wenig beachtet. Und - die obigen Beispiele sind mit anderen Druckern immer indirekt vergleichbar!

Um Versuche mit der eingesetzten Hard- und Software, in Verbindung mit dem Programm zur Bildbearbeitung und Druckausgabe, werden Sie für optimale Ergebnisse nicht herum kommen.


Druckgrösse:

Die Bildgrösse am Monitor, lässt keinerlei Rückschlüsse zu, wie gross das Bild, ohne Eingriffe zur Beeinflussung, gedruckt wird.
Zwischen der Pixelanzahl des Bildes, sowie der gewünschten Druckgrösse in Breite x Höhe sowie den gewünschten dpi, besteht ein direkter Zusammenhang, womit auch noch die Speichergrösse des Bildes beeinflusst werden kann.
Je nach verwendetem Programm, kann das mehr oder weniger gut durch Funktionen abgefragt, bzw. eingestellt werden.

Ein Bild mit einer vorbestimmten Grösse in Pixel für Breite x Höhe, wird mit einem kleinen Wert für dpi grösser gedruckt als mit einem grösseren Wert für dpi.

Da für eine Druckwiedergabe, ab Digitalkamera, mindestens eine Auflösung von 1024x768 Bildpixeln vorliegen sollte, ergeben sich etwa diese Druckgrössen und Qualitäten:

  1. Foto = 7 x 9 cm = sehr gut
  2. Foto = 9 x 13 cm = gut
  3. Foto = 10 x 15 cm =befriedigend.

Was beim WebAuthoring zu bedenken ist:
Eine Grundaussage lautet daher, dass für die Darstellung am Monitor die Masseinheit Punkte (pt) nicht geeignet ist.

Zur Übersicht:
1/72 Zoll entspricht 1pt = 1ppi (Pixel per inch). Als Vergleichsbasis dient mal der Mac-Computer.
Hier hat bei einer bestimmten Monitorfläche und Auflösung ein Zoll genau 72 Pixel und nur hier entspricht dann ein Punkt (pt) auch einem Pixel. Die Bezeichnung dafür ist ppi = Pixel pro Zoll. Siehe dazu eine Beispiel -anleitung um selbst den ppi-Wert eines Monitors bei verschiedenen Auflösungen festzustellen..

Wie gross ein Pixel letztendlich wirklich auf einem Ausgabegerät, z.B. dem Monitor erscheint, kann vom Computer oder vom Author nicht direkt beeinflusst werden. Beide wissen ja z.B. nicht, was für ein Ausgabemedium (Monitor, Drucker, Beamer) am Computer hängt und mit welcher Auflösung gerade gearbeitet wird.

Auch ein Programm muss ja wissen, mit wieviel Pixel ein Zoll dargestellt werden soll.
Wichtig! Unter 9pt = px, sollte nicht dargestellt werden.

Mac / 72ppi = 1pt = 1px (bei font-size: 9pt) sind das = 9px
Windows / 96ppi = 1pt = 1px (bei font-size: 9pt) sind das = 12px
Windows / 120ppi = 1pt = 1px (bei font-size: 9pt) sind das = 15px

Aus obigem Verhältnis von ppi zu px ist zwangsläufig zu folgern, dass eine 9pt grosse Schrift durch eine unterschiedliche Anzahl von Pixeln dargestellt wird.

Berechnung Monitor und ppi

Anmerkung: Ich nutze am Mac als Hauptmonitor einen 21-Zoll CRT in verschiedenen Auflösungen. Meine Arbeitsumgebung ist (wegen der Augen) i.d. Regel die Auflösung 1152 x 864 px, das entspricht 72 ppi.
Mit der Auflösung von z.B. 1280 x 960 px, sind es hingegen 80 ppi. Diese Hinweise hier eingeflochten, da ja Monitordarstellung und die Druckabbildung im engen Zusammenhang stehen. Nur wenn die ppi-Werte von Xres und Yres übereinstimmen, ist die gewählte Monitorauflösung in Verbindung mit dem jeweiligen Monitorformat in mm, exakt.

Dieser Zusammenhang ist mit ein Grund, warum ein Webauthor (von Ausnahmen abgesehen) keine Masseinheit für die Schriftgrösse vorgeben sollte!

- hs -

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Letzte Änderung: 16/01/2011 - 12:01 Uhr