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Papier Teil-III

Papier - lateinisch: Papyrus

Das Drumherum

Optimaler Druck - Papiersorten und Qualität - Profile

Optimales Drucken: das richtige Papier

Wenn heute von "farbig drucken" die Rede ist, ist vor allem im Privat(Home)-Bereich i.d. Regel das Tintendruckverfahren gemeint.
In Verbindung damit denkt "man" dann vordergründig an das Drucken von eigenen Fotos. Hier hat die Werbung dann wieder, mangels eigenem Hintergrundwissen, voll überzeugt.

Wie in den Beiträgen zum Drucken usw. bereits erklärt wurde, ist es mit dem "Drucker und Papier kaufen" nicht getan, zumal es ja alles noch billiger als billig sein soll (muss).
Dass die Tintendrucktechnik mit Billigdruckern teuer und auch noch problembehaftet ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Nach dem gleichen Verkaufsprinzip, wenn auch zwangsläufig etwas aufwändiger, bieten die Druckerhersteller nun zunehmend billige Farb-Laserdrucker an, die systembedingt nun lange ohne zu drucken in der Ecke stehen können.
Leider ist damit, auch auf lange Sicht, Fotodruck nicht wirklich möglich!

Kann ein spezielles Blatt Papier (DIN A4) für Tintendruck, dann quasi in der Darstellungsqualität fast mit Ausbelichtungen aus dem Farblabor vergleichbar, schon bis 2 € kosten, so ist ein hochwertiges Blatt Papier (DIN A4) für Farblaserdruck in diesem Vergleich, bis ca. zu einem 1/10 des Preises, als billig anzusehen.
Ob normales Papier zum Drucken oder Spezialpapier, für das Ergebnis ist der Farblaserdruck viel toleranter in Bezug auf die Papierqualität.

In jedem Fall ist die Auswahl des Papieres viel mitbestimmender für das Ergebnis als allgemein angenommen wird. Das gilt insbesondere für das Drucken mit den teueren Tinten. Leider ist der Markt für Druckerpapiere vollkommen unübersichtlich.
Zu viele Hersteller mit teilweise vergleichbaren Papierqualitäten in diversen Grammaturen und Papierfarben allein in der "Farbe weiss", lassen den Verbraucher heute schnell zum billigen Papier greifen. Das ist, von Ausnahmen abgesehen, z.B. Fotokopie oder Fax, keine optimale Lösung und kann durch ständige Tests teuer werden.

Von vornherein sind Sie mit den empfohlenen Papieren des Druckerherstellers auf der sicheren, aber auch teueren Seite. Denn: vom heiss umkämpften Markt der Papierhersteller und dessen Margen wollen die Druckerhersteller, speziell wenn es um die mehrschichtigen Papiere für den Tintendruck geht, etwas abhaben.
Nur - nicht das Papier an sich ist besser im Druckergebnis. Es ist die Abstimmung der Druckertreiber bzw. PPDs mit der jeweiligen Papiersorte des Herstellers, die als Profil integriert und im Druckermenü abrufbar sind.

Sie können allerdings Fremdpapiere ebenso gut verwenden, müssen sie aber speziell einem der Papiere des Druckerherstellers anpassen oder ein eigenes Papierprofil erstellen und zum jeweilen Abruf speichern.
Der Haken dabei, Billigdrucker bieten diese Möglichkeiten nicht und wenn, dann oft nur eingeschränkt. Mit etwas Mühe und suchen sollte es aber gelingen ein Papier zu finden, dass im Ergebnis etwa dem Farb- Papierprofil des Druckerherstellers entspricht.
Auf den Internetseiten der Papierhersteller finden sie u.U. ebenfalls Profile der Papiersorten die Sie dann nutzen können. Einschränkung: Ihre Druckerumgebung muss das können, was bei Billigdruckern i.d. Regel nicht der Fall ist.

In diesem Zusammenhang ist es für sie u.U. finanziell von Vorteil herauszufinden, von welchem Papierhersteller Ihr Druckerhersteller "seine Papiere" produzieren lässt.
Diese Papiere sind direkt vom Papierhersteller oder über den Handel, oft unter wechselnden Namen, bedeutend preiswerter zu kaufen.
Tipp: Kaufen Sie Ihre Papiere in grösseren Mengen. Je nach Druckaufkommen (Normalpapier > 5000 Blatt / Spezialpapier > 2000 Blatt). Es lohnt sich für Sie, auch privat, doppelt. Über die Lagerung finden Sie Infos unter: Lagerung.

Allgemeine Infos und Hinweise

Alterungsbeständigkeit nach Klassen - DIN 6738.

s.a. Lagerung
Probleme mit Schnittkanten

  1. Mehrblatt-Einzug:
    Papier richtig auffächern. Die Papierspannung, Adhäsion an den Blattkanten, auch durch die Schnittkanten bedingt, vermeiden. Einzugsrollen kontrollieren.
    Bei Billigpapier: Falls der Papierstapel mit der bedruckbaren Seite nach oben eingelegt werden soll, müssen die Schnittkanten, falls fühlbar, nach unten weisen.
    Statische Aufladung kann ebenfalls ein Grund sein wenn mehrere Blätter durch Adhäsion aneinanderklebend, eingezogen werden. Überwiegend ist hier zu trockenes Papier die Ursache und wie bereits gesagt: "es wird nicht sorgfältig aufgefächert".
  2. Fehler im Druckbild:
    Häufig liegt es daran, dass das Papier einen zu hohen Feuchtigkeitsgrad hat oder der Toner zur Neige geht.
    In der Bedienungsanleitung nachlesen!
  3. Papierstau:
    Papier falsch gelagert. I.d. Regel zu hohe Luftfeuchtigkeit. Papierstapel nicht ausreichend aufgefächert. Billigpapier mit starker und sogar fühlbarer Schnittkante. Der Papierstapel wurde grundsätlzich falsch eingelegt.
    Falls vorhanden - den Pfeil auf der Papierpackung beachten. Der Pfeil zeigt auf die erste Seite die zu bedrucken ist!
  4. Starke Papierwölbung nach dem Drucken (Laser):
    Papier mit zu hoher Luftfeuchte, ggf. auch die Laufrichtung Breitbahn verwendet. I.d. Regel geben die Druckerhersteller, wenn überhaupt, die Laufrichtung Schmalband an.
    Eine leichte Wölbung in der Laufrichtung ist durchaus normal und abhängig vom Papiervolumen. Beim Aufheizen auf ca. 200° C hat die bedruckte Seite ein andere Oberflächenspannung.
  5. Die Restfeuchte im Papier und das Raumklima in der Druckumgebung bestimmen ebenfalls das Druckergebnis!
    Da ich hier nur den Home-Bereich anspreche unterstelle ich, dass nur selten mehr als 50 Blatt/Tag und 3000 Blatt/Monat bedruckt werden. der Monatsbedarf kann also ständig in der Umgebung des/der Drucker aufbewahrt werden. Das Raumklima stimmt somit weitgehend. Sie müssen nur noch beachten, was Ihnen der/die Druckerhersteller vorgeben!
  6. Tipp:
    Ich selbst halte einen Papiervorrat von ca. 10.000 Blatt in verschiedenen Grammaturen und Oberflächen über normal, matt, glänzend und spezialbeschichtet, für s/w-Laser, Farblaser und Tintendrucker bereit. Das einmal als Referenz für Jemanden der regelmässig, aber nicht viel druckt.
  7. Eine rel. Luftfeuchte zwischen 50-55 % ist bei einer Umgebungstemperatur von 20-21° C ideal. Sinkt bei mir die Luftfeuchte, z.B. durch Beheizung im Winter, sorgen Pflanzen im Wasserbottich und ein plätschernder Springbrunnen für das möglichst optimale Raumklima - nicht nur zum Drucken.
    Erwähnenswert ist, dass die Papierhersteller ihre Papiere zum Drucken (nicht für Offset) auf dieses Raumklima angepasst haben. Papiere für den Offsetdruck haben eine etwas höhere Restfeuchte im Papier.

FAZIT - Papierhandling

Das richtige (optimale) Farb- Papierprofil

Um noch einmal daran zu erinnern: alles dreht sich hier um das private Umfeld zu Hause, welches aber immer mehr das Kleingewerbe an Anforderungen übertrifft.
Bezüglich der Farbverwaltung muss ich auf Ihr jeweiliges OS (Operating-System Ihres Computers) verweisen.
Speziell die Papiere für Tintendrucker, falls Sie kein Normalpapier nutzen, ist mehrschichtig aufgebaut und die Tinten sind im Zusammenhang mit dem ausgewählten Farbprofil darauf abgestimmt weil sie chemisch reagieren müssen. Ob überhaupt oder wie weit die Tinte in das Papier eindringen darf bzw. soll um auf eine bestimmte Papierschicht zu treffen, ist durch das jeweilige Farbprofil für genau dieses Papier festgelegt.

Im Unterschied zum z.B. Laser- oder Sublimationsdruck, bei denen (auch mehrschichtig) auf der Oberfläche gedruckt wird, ist diese Papierreaktion in/auf dem Papier von immenser Bedeutung.

Bei allem Gesagten wird oft die Grundfarbe des Papieres einfach ausser Acht gelassen. Für viele Verbraucher ist weisses Papier einfach weiss! Diese Ansicht ist definitiv falsch und verursacht oft viel Ärger!

Im Drucker-Farbprofil wird auch die jeweilige Grundfarbe einer Papiersorte berücksichtigt. Diese Grundfarben im weiten Weiss-Bereich, sind ebenso für das Druckergebnis wichtig wie der Unterschied zwischen Normalpapier, sowie den Papieren die eine matte oder glänzende Oberfläche haben.
Das alles ist in einem Farbprofil abgelegt bzw. kann von Ihnen in einem eigenen Farbprofil für "die Papiersorte" festgelegt werden.

"... Sie schreiben nichts über spezielles Pergament(papier)" für Urkunden wurde ich einigemale gefragt:
Echtes Pergament ist kein Papier! Das Ausgangsmaterial war/ist Leder. Was heute als Ersatz-Pergamentpapier für Dokumente im Handel ist, das ist i.d. Regel ein hochwertiges holzfreies Papier das speziell aufbereitet bzw. behandelt wurde. Fettfestes Pergamentpapier, das als Beispiel, ist eine ganz andere Sparte. Mit dem originalen Pergament(papier) ist es nicht zu verwechseln. Durch chemische Behandlung kann dieses Pergament-Papier mehr oder weniger durchsichtig gemacht werden.

- hs -

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Letzte Änderung: 12/01/2011 - 19:29 Uhr