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Monitore - Allgemein

Exakte Farbdarstellung (das Darstellungsverhalten ist nicht linear)

Weitere Infos dazu auch unter Gamma.

Aktuell - im Jahre 2010 - werden i.d. Regel nur noch LCD/TFT Monitore gekauft. Sie sind, bei minderer Qualität, billig und brauchen weniger Energie.
Es sind aber immer noch, auch im Profi- und Semiprofi-Bereich, viele CRT-Monitore im Einsatz. Denn: ein Profigerät als Flachbildschirm, ist teuer, sogar sehr teuer.

Grundsätzlich gilt hier, dass jeder Monitor z.B. die Signalfarbe ROT in einem anderen Rot-Ton darstellt.
Die wenigen Hersteller die Phosphor produzieren stellen alle ein unterschiedliches Phosphor. Monitor-Hersteller geben u.U. bekannt was für Phosphorwerte in ihren Monitoren verwendet werden. Darum sieht die Farbe ROT auf verschiedenen Monitoren auch i.d. Regel etwas anders aus. Eine Übereinstimmung ist eigentlich nur Zufall.

Ein Hinweis:
Die zunehmende Anzahl an Menschen mit Sehbehinderung bis zur Blindheit, sind dem Anschein nach, von den Herstellern und der Wirtschaft allgemein immer noch eine Minderheit die in diesem Bereich vernachlässigt werden kann.
Moderne Monitore bieten u.U. noch eine Auflösung von 640x480; eine in diesem Anwender-Bereich durchaus normale Auflösung von 320x256 ist aber auch Standard. Dass zusätzlich oft noch eine Lupensoftware gebraucht wird, darf einfach nicht vergessen werden.

Selbstverständlich ist auch der Monitor und dessen Kalibrierung und Profilierung, mitbestimmend für das Endergebnis. Es kann sogar behauptet werden, dass der Monitor im Mittelpunkt steht. Ausgenommen sind die Fälle in Arbeitsumgebungen, wo der Monitor nur Sichtgerät für Daten ist.
Das gilt für den Produzenten, mehr aber noch für den Betrachter wenn das Ergebnis aus dem Internet stammt.

Ab dem Jahre 2003 dominierten immer mehr TFT-LCD Displays den Markt, langsam auch im DTP-Bereich, bei Fotografen und der Druckvorstufe. I.d.Regel wird die Qualität vom Preis bestimmt. Ausschlaggebend ist hier immer noch der Verwendungszweck. Jeder Monitortyp hat immer noch seine Vor- und Nachteile.

Monitor- bzw. Display-Hersteller haben mittlerweile in Fernost grosse Fabriken aufgebaut um die verschiedenen Paneltypen zu produzieren. Vorteil: die Qualität steigt weiter bei gleichzeitig fallenden Preisen.
Dass kein Interesse mehr besteht, keine neuen oder noch bessere CRT-Typen herzustellen liegt damit auf der Hand. Allerdings werden CRT-Monitore nur langsam, oder bei Wenignutzung erst in vielen Jahren nicht mehr genutzt werden. Auch ich habe im Jahre 2006 noch einen neuen CRT mit einer 21-Zoll Bildröhre neu gekauft, welcher bei meiner Nutzung wohl erst in drei bis vier Jahren ausgemustert wird.
Dann, etwa im Jahre 2010, wird ein akzeptabler Monitor in der Grösse um 24 Zoll vermutlich um die 1.500 € zu haben sein.

Paneltypen:

Produziert werden heute die Typen: PVA, Super-IPS, TN, MVA und PVA.
Wer an technischen Details interessiert ist, wie z.B. ein TFT funktioniert und arbeitet, kann das im WWW selbst recherchieren. Erst Anlaufstelle sind i.d.Regel die Hersteller selbst.
Die Paneltypen mit MVA- und IPS-Technologie minimieren inzwischen auch das Manko der blickwinkelabhängigen Darstellung von Kontrast und Helligkeit. Die TN-Panels sind die einfachste und billigst Art eines Panels und bieten u.a. den engsten Blickwinkel, was sie für farbkritische Arbeiten ungeeignet macht. Trotzdem allem wird im DTP-Bereich, zumal wenn man jahrelang mit einem guten CRT gearbeitet hat, dieser subjektiv immer noch für besser gehalten. Im Office-Bereich, vom allem auch im Consumer-Umfeld, ist ein guter TFT heute eine akzeptable Anschaffung. Wer mehrere Monitore im Einsatz kann am TFT arbeiten und am CRT dann die Feinarbeit (Grafik z.B.) erledigen.

Die Hersteller versuchen inzwischen mit vielen Argumenten in Bürobereichen, da wieder bei Grossfirmen, die Vorteile der TFTs über die Energiebilanz zu verkaufen. Der Energieverbrauch eines TFT liegt bei ca. 30 Prozent eines CRT-Monitors. Die Abwärme von CRTs (in Grossraumbüros) verursacht höhere Kosten für die Klimaanlage, sofern eine vorhanden ist. Bewusst unterschlagen wird aber, dass die Masse der TFTs noch nicht in Grossbüros steht, aber im Winterhalbjahr die CRTs wieder die Energiebilanz von Heizungsanlagen verbessert.

Gemeinsamkeiten CRT- und TFT-Monitore

Kontrast:

Ein deutliches Qualitätsmerkmal für einen guten Bildschirm ist sein Kontrastverhältnis. Die Darstellung von hellen und dunklen Bildelementen mit sauberen Konturen und deutlichen Abgrenzungen ist ausschlaggebend für eine hohe Darstellungsqualität und somit für ermüdungsfreies Arbeiten notwendig. Ein CRT-Monitor weist in der Regel ein Kontrastverhältnis von 500:1 auf. Bei TFT-Displays liegen die Werte bei 350:1. Diese Angabe beschreibt das Verhältnis zwischen dem hellsten Punkt der Darstellung zum dunkelsten Punkt. Bei einem Verhältnis von 500:1 ist der hellste Punkt fünfhundert mal heller als der dunkelste Punkt.
Vertrauen Sie nicht der Werbung! Besorgen Sie sich zumindest die Datenblätter der Hersteller und seien Sie pessimistisch, wenn es keine Hoch-Qualitätsgeräte entsprechender Hersteller sind.

Kontrast ist auch das Verhältnis zwischen den einzelnen Tonwertes eines Bildes. Zu hoher Kontrast bedeutet einfach, dass zu wenig Grauanteile im Bild vorhanden sind. Bei einem zu niedrigen Kontrast, also eine zu flaue Darstellung, fehlen einfach dominierende weisse und schwarze Tonwerte. Die Schlussfolgerung ist, dass i.d. Regel ein mittlerer Kontrast ideal ist, alle Tonwerte im ausgewogenen Verhältnis zueinander vorhanden sind.
Darum ja auch der Aufwand, einen Monitor optimal einzustellen.

Hier kommen auch die Phosphorwerte eines jeden Monitors mit ins Spiel. Phosphorwerte und Chromazitäts-Koordinaten dienen zur genauen Abstimmung der Farbprofilierung des Monitors. Das gilt aber vorrangig für die Druckvorstufe und das Vorfeld der Grafiker. Aber - auch ohne die speziellen Hard- und Softwareumgebung um das genau auszumessen, kommen die jeweiligen Phosphorwerte auch bei den Profilierungen hochwertiger Programme zur Bildbearbeitung zum Tragen. Die Phosphorwerte werden auch angezeigt, wenn der Monitor mit systemeigenen Mitteln, im System (z.B. Apple-Macintosh), profiliert wird.

Helligkeit:

Ebenso wichtig wie ein gutes Kontrastverhältnis ist die gleichmässige Ausleuchtung der Bildfläche. Besonders bei CRT-Modellen kann die Helligkeit in den Ecken und an den Rändern sichtbar abnehmen. Mit einem speziellen Messgerät kann der geschulte Anwender die Ausleuchtung der Bildfläche messen. Professionelle Monitore können mit Hilfe der Farbreinheitskorrektur die Helligkeit in den Randbereichen und Ecken justieren. Testbilder in den Grundfarben oder ein weisser Hintergrund helfen bei der Einstellung. Die Messwerte bei CRT-Monitoren liegen durchschnittlich bei 100 Candela pro Quadratmeter, TFT-Displays erreichen Werte um 220.

Hierbei wird wieder deutlich, dass Helligkeit und Kontrast miteinander zu beurteilen sind. Bei zu viel Helligkeit gibt es kein reines Schwarz, bei zu wenig Helligkeit fehlt einfach das reine Weiss.
Sie verstehen nun, dass die übliche Empfehlung bei einer zu dunklen oder zu hellen Darstellung am Monitor das einfach durch den Helligkeitsregler auszugleichen, falsch ist! Je nach Monitor und abgespeichertem Monitor-Profil, kann das damit i.d. Regel wieder justiert werden. Warum aber dieses Vorgehen ohne Grund?

Farbe - Wie kommt sie zustande:

Aus den drei Grundfarben (Rot, Grün, Blau, also RGB) können alle Töne gemischt werden. Sind alle Grundfarben in voller Intensität gemischt, entsteht als sichtbare Farbe Weiss. Betrachtet man die Bildfläche eines Monitors mit einer speziellen Lupe, erkennt man die Anordnung von Bildpunkten (Pixel) in den drei Grundfarben. Je nach Art der Bildmaske sind die Pixel punkt- oder streifenförmig angeordnet. Für das Auge des Betrachters entsteht die sichtbare Farbe erst durch den Abstand zum Monitor. Eine gelbe Farbfläche entsteht zum Beispiel, wenn alle roten Pixel nicht leuchten, während blaue und grüne Pixel leuchten. Verringert man den Anteil des Blautones, wird der Gelbton in das grüne Farbspektrum gesteigert, also grünlicher. Werden beide Grundfarben Grün und Blau verringert, wird der Gelbton dunkler.

Unterschiedene CRT- und TFT-Monitor

Grundsätzliches:

Die Bezeichnung L C D steht für "Liquid Cristal Display." Damit sind alle Bildschirme gemeint die mit der Flüssigkristalltechnik arbeiten. Angefangen vom Taschenrechner über Handys und Notebooks-Displays bis zum Format der grösseren Monitore.

Die Bezeichnung T F T steht für "Thin Film Transistor." Darunter fallen alle heute angebotenen Desktop-Monitore bis zum grösstmöglichen Format welches heute hergestellt werden kann.
Beim TFT-Monitor wird jedes einzelne Pixel mit einem eigenen Transistor angesteuert und daher auch die alternative Bezeichnung als "Aktiv-Matrix-Display" für diese flachen Panels.

Rotation der Anzeigefläche:

Was bei CRT-Modellen mit hohem technischen Aufwand erst möglich wurde, ist bei TFT-Displays selbstverständlich: Die Montage und Ausrichtung in jede gewünschte Position und Richtung. Dabei sind die Verwendung als Display flach liegend oder an der Decke hängend zwar möglich aber eher selten. Viel interessanter ist die Rotation der Anzeige um 90° in den sogenannten Portraitmodus. Durch diese Funktion kann man selbst auf 15 Zoll TFT-Displays eine DIN A4 Seite im Originalformat abbilden. Ein spezieller Zusatztreiber für die verwendete Grafikkarte ermöglicht die Rotation der Anzeige auf Knopfdruck.

Grösse der Arbeitsfläche:

MonitorAlle Anbieter von Bildschirmen verwenden die physikalische Grösse der Bildröhre zur Kategorisierung der Modelle. Zur besseren Information des Verbrauchers, hat der Gesetzgeber die Angabe der sichtbaren Bilddiagonale vorgeschrieben. Hier zeigt sich ein bedeutender Unterschied zwischen CRT und TFT Technologie. Die Grösse bei TFT-Displays wird zwar auch in Zoll angegeben, durch die fast vollständige Nutzung des Panels als Bildfläche, ergibt sich eine wesentlich grössere sichtbare Bilddiagonale. Zum Vergleich: ein 17 Zoll CRT hat eine physikalische Bilddiagonale von 17 x 2,56 cm = 43,5 cm. Die sichtbare Diagonale liegt je nach Modell jedoch nur bei ca. 38 cm. Ein 17 Zoll TFT-Display hat eine sichtbare Fläche von ca. 43 cm und eine Auflösung von 1280 x 1024 Pixel. Im Grössenvergleich mit einem CRT-Monitor, müsste man schon einen 19 Zoll CRT wählen, um eine gleich grosse Anzeigefläche zu haben.

Bildwiederholfrequenz / Response Time:

Ein CRT-Monitor zeigt nur bei einer hohen Bildwiederholfrequenz eine flimmerfreie Darstellung. Diese Frequenz wird in Hertz (Hz) angegeben. Sie gibt an, wie oft der Bildaufbau in der Sekunde stattfindet (z.B.: 85 Hz = 85 Bildaufbauten pro Sekunde). Man spricht auch von der Refresh-Rate, weil der Elektronenstrahl in dieser Frequenz die Anzeige "auffrischt". Nur bei CRT Monitoren ist eine möglichst hohe Refresh-Rate für die Ergonomie des Produktes von Bedeutung. In diesem Zusammenhang steht auch die Zeilenfrequenz (gemessen in Kilohertz (kHz)). Nur bei einer entsprechend hohen Zeilenfrequenz, kann auch eine hohe Bildwiederholfrequenz erreicht werden.
TFT-Displays benötigen keine hohe Refresh-Rate, da der Bildaufbau elektronisch geschaltet wird. Hier ist die Angabe der Reaktionszeit (auch Response Time (Antwortzeit) genannt) von grosser Bedeutung. Panels mit einer langen Response Time von grösser als 60 ms (Millisekunden) neigen bei schnell bewegten Bildern (Filme, Multimedia) zu Schlierenbildung, Nachziehen und Verdunkeln. Bei einer Reaktionszeit von kleiner als 40 ms sind auch schnelle Grafiken deutlicher und ungetrübt.

Auflösungen:

Ein CRT-Monitor ist bei der Wahl der Auflösung flexibler als ein TFT-Display. Der Grund liegt in der unterschiedlichen Technologie. Beim CRT wird das Bild wie bei einem Projektor auf eine Bildfläche projiziert. Die Phosphorfläche auf der Bildröhre wirkt wie eine Leinwand, auf der jede Grösse des Bildes abgebildet werden kann. Lediglich die Grösse der Bildröhre / Bildfläche und die technischen Daten des Modells schränken die Auswahl der Auflösungen nach oben hin ein.
Ein TFT-Display hat entsprechend seiner Panel-Eigenschaften eine bestimmte Auflösung, bei der das Bild brillant und scharf abgebildet wird. So kann ein typisches 15 Zoll-TFT-Display nur bei einer Auflösung von 0,8 Mega-Pixel (1024 x 768) das Bild optimal anzeigen. Diese Auflösung entspricht exakt der Anzahl der physikalisch vorhandenen Pixel. Entsprechend der VESA-Norm kann das Panel/Display auch kleinere Auflösungen darstellen.
Die Darstellung wird dann zumeist wahlweise im Grössenverhältnis 1:1 (also kleiner als die Bildfläche) oder interpoliert (also gestreckt und hochgerechnet) auf der gesamten Bildfläche angezeigt. Im Interpolationsmodus wirkt das Bild jedoch unscharf und kontrastärmer als im Normalmodus.
Durch die Entwicklung sogenannter high-resolution Panels kann zukünftig auf eine Interpolation verzichtet werden. Dadurch wird eine perfekte Bilddarstellung bei allen Auflösungen erreicht. Dies wird durch die Erhöhung der Pixelzahl auf dem Panel erreicht, so bietet z.B. ein 22,2 Zoll high-resolution LCD 9,1 Mega-Pixel (3840 x 2400).
Für viele Anwendungen (z. B. DTP) ist es wichtig, wie viele Pixel auf einer bestimmten Fläche der Bildschirms dargestellt werden können. Man spricht dann von «Auflösung pro Fläche» bzw. der Masseinheit «ppi - pixel per inch» oder «dpi - dot per inch». Bei hohen Auflösungen pro Fläche (grösser 90 dpi) werden unter Windows® Systemschriften und Icons der Anwendungen zumeist sehr klein abgebildet.
Eine komfortable Lösung zur Vergrösserung der Systemelemente, bietet das Tool LiquidView(tm) von Portrait Displays. Hier kann der Anwender zwischen verschiedenen Zoomstufen wählen und somit die Grösse der Taskleisten, Icons und Systemschriften unabhängig von der gewühlten Auflösung bestimmen.

Schärfe / Konvergenz:

KonvergenzIn dieser Kategorie steht das TFT-Display eindeutig als Sieger fest. Die pixelgenaue Darstellung des Grafikkartensignales bewirkt eine messerscharfe Abbildung. Kein CRT-Monitor kann so ebenmässig scharf darstellen wie ein TFT-Display. Um eine optimale Schärfe zu erzielen, muss die Konvergenz (die Abstimmung der Grundfarben RGB) sehr fein abgestimmt sein. Ein TFT-Display hat diese Grundfarben in festen Spalten und Zeiten formatiert, so dass ein Verzeichnen nicht möglich ist. Die Bildfläche zeigt überall die gleiche Konvergenz und somit optimale Schärfe im Bild.
Der CRT-Monitor arbeitet bei der Darstellung des Bildes mit drei Elektronenstrahlen, die durch magnetische Ablenkung auf die Phosphorschicht der Bildröhre geschossen werden. Es gibt zwei Ursachen für eine schlechte Bildschärfe: Die Elektronenstrahlen sind nicht optimal gebündelt (fokussiert) und/oder sie treffen nicht auf die richtigen (farblichen) Phosphorpunkte. Auf dem langen Weg zu seinem Ziel kann der Elektronenstrahl durch magnetische Störfelder abgelenkt werden. Hierdurch entsteht eine Ungenauigkeit bei der Landung auf der Phosphorschicht, bei der die Konvergenz sich verschlechtert. Es entstehen Farbschatten neben dem eigentlichen Zielpunkt (rot oder blau), die einen Verlust der Schärfe verursachen.
Wenn ein weisser Punkt dargestellt werden soll, müssen die drei Elektronenstrahlen mit gleicher Intensität und die jeweils gleiche Anzahl der drei Phosphorschichten (rot-grün-blau) treffen. Bei einer fehlerhaften Konvergenz erkennt man neben dem eigentlichen Zielpunkt die Schatten des roten und/oder blauen Elektronenstrahls (siehe Abb.) Im Gerät muss bei dieser Fehldarstellung die magnetische Ablenkung korrigiert werden. Eine optimale Darstellung wird beim CRT-Monitor jedoch selten an allen Stellen im Bild gefunden. Besonders kritisch sind die Eckpunkte.

Geometrie / Linearität:

GeometrieWie bereits im Kapitel Auflösung beschrieben, stellt ein CRT-Monitor das Bild ähnlich einem Projektor dar. Die Phosphorschicht der Bildröhre kann man sich wie eine Leinwand vorstellen. Das von der Grafikkarte im Rechner gelieferte Bild kann beliebig auf dieser Bildfläche projiziert werden. Bei der Verschiebung, Streckung und Rotation des Bildes verändert sich auch die Geometrie (Linienkrümmung im Raster) und die Linearität (Abstand der Linien zueinander). Hierdurch kann die Darstellungsqualität erheblich vermindert werden (z.B. wenn ein Quadrat als Rechteck dargestellt wird oder zwei parallel laufende Linien in einer Zeichnung, sich bei der Darstellung auf dem Monitor optisch näher kommen).
Beim CRT-Monitor bedeutet es einen hohen Aufwand die Geometrie optimal anzupassen. Magnetische Störfelder und Schwankungen der Geräte- und Raumtemperatur tragen zur Verschlimmerung des Problems bei.
Das TFT-Display leidet nicht unter dieser Problematik. Durch die feste Anordnung der Pixel in Zeilen und Spalten erhält man eine optimale Geometrie und Linearität. Somit eignet sich ein TFT-Display hervorragend für die Darstellung von Konstruktionszeichnungen oder anspruchsvoller Grafik.

Blickwinkel:

Der Blickwinkel bezeichnet den Bereich (Masseinheit Grad), in dem der Betrachter den Inhalt des Bildschirms ohne Verzerrung oder Abschwächung sehen kann. Mit der Entwicklung der flachen Bildröhre wurde bei den CRT-Modellen eine zusätzliche Verbesserung des Blickwinkels erzielt. Das von der Bildfläche ausgestrahlte Licht kann bei einer planen Fläche aus einem grossen Winkel (bis 170 Grad) wahrgenommen werden. Bei einer gekrümmten Bildfläche, wie in der Abb. links sichtbar, können Verzerrungen und Schatten auftreten, durch die der Bildschirminhalt schlecht erkennbar wird. Ein grosser Blickwinkel ist bei der Betrachtung des Bildschirms durch mehrere Anwender (Präsentation) oder aus einem grossen Arbeitsbereich (Prozess-Überwachung) von Vorteil.
Bei TFT-Displays wird die Eigenschaft der planen Bildfläche, das Licht grosswinkelig zu streuen, durch die verwendeten Polarisationsfilter nachteilig beeinflusst. Erst die neuen Technologien MVA oder IPS ermöglichen Blickwinkel von bis zu 170 Grad horizontal und vertikal. Hierdurch wird auch die bisher nachteilige Schattenbildung verringert, die bei der Betrachtung im flachen Winkel störend auftreten kann.
Die Angaben in den Datenblättern zu TFT-Modellen weisen die Angaben für den horizontalen und vertikalen Blickwinkel auf. Der vertikale Blickwinkel sollte möglichst gleich gross dem horizontalen sein, wenn Sie das Display zur Verwendung mit der Pivot® Software von Portrait Displays einsetzen möchten.
Durch die Rotation des Panels um 90° wirkt der kleinere vertikale Blickwinkel oft nachteilig in der Praxis.

Farbe (Farbraum): siehe auch Farbmanagement

Besonders bei der Darstellung von Farbgrafiken im DTP-Bereich (Druckaufbereitung oder Grafikdesign) kommt es auf eine möglichst identische Wiedergabe der Farben zum Endprodukt an.
Auch im Punkt Farbraum stehen TFT-Displays neuester Bauart der CRT-Technologie in nichts nach. Durch die konstante Farbdarstellung auch unter ungünstigen Blickwinkel empfehlen sich besonders IPS - Panels für diesen Einsatzbereich. Aber auch TN-wide angle und MVA Panels bieten einen der CRT-Technologie ebenbürtigen Farbraum.
Mit geeigneten Color-Management-Systemen werden die Ein-, Wiedergabe- und Ausgabegeräte eines DTP-Systems professionell kalibriert . Die Ergebnisse von digitaler Grafikbearbeitung, Wiedergabe auf dem Monitor und Druck sind nach einer Kalibrierung optimal abgestimmt. Eine separate Justierung der Grundfarben und der Farbtemperatur des TFT-Displays ist kaufentscheidend für den DTP-Anwender.

Pixelfehler:

Ein oft scherzhaft als "Fliegendreck" umschriebener Punkt auf der Bildfläche wird in der Fachsprache als Pixelfehler bezeichnet. Entgegen mancher Meinung können sowohl CRT-Monitore als auch TFT-Displays diese störenden Fehler aufweisen. Bei CRT-Modellen entstehen Pixelfehler durch Einschlüsse, die während der Produktion in den Glaskörper der Bildröhre gelangen.
Beim Betrieb der Bildröhre werden diese Staubpartikel in die Bildmaske katapultiert, wo sie meist nach wenigen Stunden verglühen und somit nicht mehr störend wirken. Auch unsachgemässer Transport des Gerätes kann diesen Fehler erzeugen. Pixelfehler bei einem TFT-Display können dagegen nicht beseitigt werden, da hier während der Produktion des Panels eine elektronische Schaltung eines oder mehrerer Transistoren fehlerhaft verarbeitet wurde. Demnach werden fehlerhafte Panels für den Handel in verschiedene Qualitätsstufen oder Fehlerklassen sortiert, die entsprechende Preisklassen bedienen.
Bei Pixelfehler in einem TFT-Display, unterscheidet man zwischen Pixel- und Dotfehler. Ausserdem teilt sich die Bewertung noch in permanent leuchtende oder dunkle Fehler. Ein leuchtender, roter Dot bei dunklem Hintergrund bedeutet somit also, dass der Transistor für einen roten Dot dauerhaft leuchtend geschaltet ist. Schwarze Punkte bestehen aus einem oder mehreren Dots mit ausgefallener Transistorschaltung. Je weniger Pixel- bzw. Dotfehler ein TFT-Panel aufweist, desto hochwertiger ist sein Einsatzbereich und damit auch der Preis.

Störanfälligkeit:

Wer einen CRT-Monitor schon einmal einstellen musste, weiss wie vielseitig die Einstellmöglichkeiten sind. Oft zeigen sich jedoch Abweichungen in der Darstellung, die nicht durch Justierung im OSD (OnScreenDisplay) behoben werden können. Die Ursachen für Bildfehler bei CRT-Monitoren sind oft banal, aber vielseitig.
Magnetische Störfelder entstehen bei Netzteilen und Spannungsgleichrichtern, Mobiltelefonen, Elektroleitungen und natürlich grossen Metallgegenständen und müssen gegenüber dem Gerät abgeschirmt werden. Hierdurch entstehen Farb- und Konvergenzabweichungen sowie Geometriestörungen. Die Elektronik gleicht bei professionellen CRT-Monitoren einen Grossteil der Störungen aus. Verändert sich das Umfeld des Gerätes, wird oft eine erneute Justierung notwendig. Dann kann die Nutzung eines Gerätes mit LED-Hintergrundbeleuchtung sinnvoll sein.
Bei Dauerbetrieb, Standbild oder hoher Umgebungstemperatur neigt die Phosphorschicht der Bildröhre zu starker Abnutzung (Einbrennen) und somit unter Schärfe- und Helligkeitseinbussen. Erste Anzeichen können bei extremer Beanspruchung bereits nach 10.000 Betriebsstunden (ca. 2 Arbeitsjahre) auftreten.
Von diesen Problemen sind Benutzer eines TFT-Displays völlig ungerührt. Die elektronische Schaltung des Panels wird weder durch Magnetfeldschwankungen, noch durch Temperaturunterschiede gestört. Geometrie, Konvergenz und Kontrast sind über lange Zeit unbeeinflusst von Umgebungsvariablen. Erst bei nachlassender Leuchtkraft der Kaltlichtleuchten, welche als Hintergrundbeleuchtung dienen, kann ein Austausch der Lampen erforderlich machen. Danach ist das TFT-Display wieder nahezu unbeschränkt einsatzbereit. Gegebenenfalls kann die fortschreitende Entwicklung eine Neuanschaffung notwendig machen.

Normale Auflösungen und Frequenzen CRT- und LCD/TFT Monitore:

Anmerkung:

Der Trend, vom 17-Zoll CRT auf einen dieser Grösse als LCD umzusteigen wirft immer wieder die Frage der dann optimalen Auflösung auf. Gerne will man die bisherige Auflösung von 1024 x 768 beibehalten. Das empfiehlt sich jedoch nicht! Ein 17-Zoll LCD sollte in der ihm eigenen physikalischen SXGA-Auflösung, also 1280 x 1024 betrieben werden. Es ist leider zu wenig bekannt, dass nur in der jeweils physikalischen Auflösung die Darstellung eines LCD (TFT) wirklich scharf ist.

Die Werbe-Aussage in Bezug zur sichtbaren Bildgrösse, dass ein TFT (LCD) Display im Vergleich zum CRT-Monitor eine Zoll-Grösse kleiner sein kann, nicht durchgängig ganz richtig.
Es wurde so verbreitet, um die TFT (LCD) Displays im unteren Preissegment wegen des Anfangs noch hohen Preises überhaupt verkaufen zu können. Es ist halt nur die halbe Wahrheit, da ja auch die Einschränkung in der möglichen Auflösung noch hinzu kommt.

Aussichten für die Zukunft:

Bei steigender Qualität werden die TFT-Monitore im mittleren Preissegment weiter und stark im Preis fallen; das gilt aber auch für die CRT-Monitore im professionellen Anwendungsbereich.
Dadurch sind nun auch die CRT-Monitore der Grösse von 21/22 Zoll im Semi-Profibereich oder gar im Privatbereich ein geldlicher Anreiz.
Bei weiter fallen Preisen stellt ein CRT-17-Zoll Monitor (Basis das Jahr 2004) inzwischen die unterste Grenze dar, was auf die private Bildbearbeitung (ohne Druckvorstufe) auf die Flachpanels übertragbar ist. Ab dem Jahre 2004 sind auch TFT-Bildschirme mit spezieller Hardwarekalibrierung und Profilierung mit geeigneter Software in den Grössen zwischen 19 und 21 Zoll auch für die Druckvorstufe und digitale Bildbearbeitung lieferbar.
Die Preise: Zwischen ca. 1600 und 4000 Euro (Basis Frühjahr 2004).

Die reinen Farben eines CRT-Monitors

Das, zum Abschluss und als Ergänzung mal genannt. Diese Werte ergeben die höchste darstellbare Farbreinheit. Sie enthalten keinerlei Grauanteil. Diese am Monitor, je nach Motiv, sichtbare Farbreinheit führt daher oft zur Verunsicherung weil ein Foto das einfach nicht zeigen kann.

FarbeDez-WertFarbeDez-WertFarbeDez-Wert
YellowR: 255
G: 255
B:     0
MagentaR: 255
G:     0
B: 255
CyanR:     0
G: 255
B: 255
RedR: 255
G:     0
B:     0
GreenR:     0
G: 255
B:     0
BlueR:     0
G:     0
B: 255
Zur Abrundung auch Weiss bis Schwarz
FarbeDez-WertFarbeDez-WertFarbeDez-Wert
WhiteR: 255
G: 255
B: 255
GreyR: 128
G: 128
B: 128
BlackR: 0
G: 0
B: 0

Die Werte für das mittlere Grau sind genau jeweils 127,5 und liegen somit genau bei 50,2 Prozent; die Abrundung ist aber OK und der Hinweis nur, falls Sie aus anderen Quellen andere Werte kennen.

Falls Sie viel mit Farbwerten arbeiten, diese z.B. als Dezimal-Wert in 8-Bit oder 16-Bit brauchen, als 8-Bit Hex-Wert (WWW) und/oder Prozent-Wert, sollten Sie unbedingt ein einfaches Hilfsmittel wie einen Digital Color Farbmesser nutzen. Falls so etwas bei Ihnen nicht zum Betriebssystem gehört, ist es i.d. Regel als zusätzliche Software (Freeware) erhältlich. Glauben Sie mir, so etwas möchte man, einmal benutzt, nie mehr missen!

Breite in Pixel zur Kontrolle.

- hs -

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Letzte Änderung: 04/07/2010 - 15:51 Uhr