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Bildauflösung

Bildgrösse - Druckgrösse - Dateigrösse

Den nachstehenden Textabsatz haben sie vielleicht schon unter "Pixel-Drucken-Abmessungen" gelesen. Ich erinnere nur wieder; das Thema ist *trocken*.

Die Anzahl der Pixel (picture elements) je Bildkantenlänge bestimmen grundsätzlich die Bildgrösse, z.B. am Monitor. Weiterhin auch die Dateigrösse, das wieder abhängig von der eingestellten Auflösung in dpi.
Für die exakte Bildbeurteilung am Monitor, sollte im jeweiligen Programm zur Bildbearbeitung die Bildgrösse auf 100% gesetzt sein. Nur so entspricht ein Pixel/Bild einem Pixel/Monitor.

Bildgrösse -

Die Begriffe Bildabmessungen, Ausgabegrösse, Ausgabeauflösung, Bildauflösung und auch Rasterweite sind eng miteinander verzahnt;
Eine Pixelgrafik oder auch Bild, Foto, besteht aus genau der Anzahl von Pixeln welche durch die Höhe und Breite (Abmessungen) in Pixeln festgelegt wird. Das wieder ergibt je nach Gesamtzahl der Pixel die Dateigrösse. Die Bildschirmauflösung in Verbindung mit der Dateigrösse bestimmen nun wie gross dieses Bild dann am Monitor dargestellt wird.

Hier, an diesem Punkt, ist das Verständnis oft nicht da wenn ein Anwender noch keine Gelegenheit hatte an einem Monitor mit veränderbaren Auflösungen zu arbeiten. Oder aber aus Unkenntnis darauf verzichteten muss alle gebotenen Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung zu nutzen.

Eine Bilddatei in der Grösse von 640 x 480 Pixel wird formatfüllend auf einem 14 Zoll Monitor dargestellt, weil dieser 14-Zöller i.d. Regel eine normale Auflösung von 640 x 480 Pixel bietet. Das gleiche Bild nun auf einem grösseren Monitor, etwa 17, 19 oder 21 Zoll und ebenfalls mit der Monitorauflösung von 640 x 480 Pixel erreicht da ebenfalls volle Bildschirmgrösse. Die Abmessungen in cm sind natürlich sehr viel grösser als auf dem kleinen 14 Zoll Monitor.

Der Gegenschluss ist nun, dass dieses Bild mit der Dateigrösse von 640 x 480 Pixel auf dem 21-Zoll Monitor in der Einstellung von 1600 x 1200 Pixel nicht mehr formatfüllend angezeigt wird, aber immer noch in der Originalgrösse, weil die Pixel des Monitors sehr viel kleiner sind als die auf dem 14-Zoll Gerät.

Da ein Bild ja mehr als tausend Worte sagt, hier die Bildbeispiele zum Vergleich:

Die Bildgrösse ist in jedem Bildbeispiel
mit 640 x 480 Pixel immer gleich gross!
Moni-Original
Monitor 14 Zoll
Einstellung: 640 x 480 Pixel
= 100% Darstellung als Vergleich

Moni-Original
Monitor 15 Zoll
Einstellung:
640 x 480 Pixel

Moni-Original
Monitor 15 Zoll
Einstellung:
832 x 624 Pixel

Moni-Original
Monitor 17 Zoll
Einstellung:
640 x 480 Pixel

Moni-Original
Monitor 17 Zoll
Einstellung:
1024 x 768 Pixel

Grundsätzlich:

ppi - dpi (dots per inch) haben die selbe Bedeutung!
ppi = Monitor pixel per inch, und
dpi = Printer dots per inch.

Eindeutig ist, ausgehend vom kleinen 14-Zoll Monitor bis hin zum grossen 21/22-Zoll Gerät (ohne Abbildung): ist dieser Monitor auf 640 x 480 Pixel eingestellt, so wird ein Bild mit dieser Dateigrösse jeweils in den Abmessungen immer grösser angezeigt.
Die Erklärung ist einfach: ein grösserer Monitor in der Einstellung mit 640 x 480 Pixel verwendet zwangsläufig grössere Pixel für diese Auflösung als der kleine 14-Zoll Monitor.

Einen sichtbareren Beweis für einen Monitor mit grosser Bildröhre gibt es nicht. Denn: nur so ist in mehreren Fenstern, ohne Zweitmonitor, bedingt noch ein effektives Arbeiten möglich.

Nun wird vermutlich auch die Bildauflösung in ppi (Pixel per Inch) verständlich, stellt sie doch den Wert pro Länge/Seite eines Bildes dar.
Die schon genannte Monitor-Auflösung von ppi (Pixel per Inch) stammt vom Mac-Computer und bedeutet, bezogen auf die Bildauflösung, dass ein Bild mit diesen 72 ppi genau 5184 Pixel (72 x 72) hat. Mit steigender Auflösung, z.B. 200 dpi für eine Druckausgabe, hat diese Datei dann schon 40.000 Pixel; sie ist je nach Format und Komprimierung, beachtlich gross.

Noch ein Beispiel:
Eine Bilddatei hat immer nur Pixel, Pixel und nochmals Pixel. Sie hat weder cm (inch), noch dpi als Wert für den Drucker. Bei einigen Dateiformaten lassen sich DPI-Werte mit abspeichern. Ein Programm welches das auswerten kann weiss dann wie gross ein Bild gedruckt werden soll.
Glatte Werte zur Berechnung:
Hat ein Bild z.B. 1000x1000 Pixel und ist auf 100 dpi (100x100) eingestellt, wird das gedruckte Bild eine Grösse von genau 10x10 inch (= 25,4 x 25.4 cm) haben. Verdoppelt man nun den Wert für dpi auf 200, so wird das Bild nur noch halb so gross gedruckt, nämlich 5 x 5 inch (12,7 x 12,7 cm) klein.
Je nach Programm zur Bildbearbeitung lassen sich wahlweise die Werte für cm und dpi in Abhängigkeit ändern, was dann angezeigt wird; eine schnelle und komfortable Arbeitsweise.

Ausgabeauflösung - Dateigrösse
Die optimale und somit richtige Bildauflösung hängt davon ab was mit dem Bild geschehen soll, bzw. womit es ausgegeben werden soll. Die Aussage macht deutlich wie unsinnig es ist, eine Bilddatei die nur am Monitor zu sehen sein soll mit einer höheren Auflösung zu versehen als unbedingt nötig ist.

Diese hier oft genannte Dateigrösse von 640 x 480 Pixel sollte im Normalfall auch eine akzeptable Grösse für die Darstellung im WWW und somit einem Browser sein. Es ist ein akzeptabler Mittelwert der noch gute Ladezeiten beim Bildaufbau verspricht.

Bezogen auf die Darbietung im WWW kann es wegen einer unnötigen Dateigrösse auch Sinn machen, dafür bestimmte Bilddateien wieder auf eine Bildschirm-Auflösung herunter rechnen zu lassen. Was da möglich ist hängt auch vom eingesetzten Programm zur Bildbearbeitung ab. Da es sich ohnehin verbietet mit den Originaldaten zu arbeiten, muss dann eine spezielle Kopie nur für das WWW erstellt werden.
Sind Thumbnails (Vorschaubilder) erforderlich, ergibt sich eine zusätzliche Möglichkeit zur Optimierung.

Es ist Verschwendung von Ressourcen, ob nun die Ausgabe auf einen Drucker erfolgt (dauert länger) oder zur Darstellung auf dem Monitor/WWW (lange Ladezeiten) geplant ist, wenn kleinere Pixel verwendet werden als das jeweilige Ausgabemedium verarbeiten kann.

Auflösung und Dateigrösse - Ausgabemedium
Die drei Stufen der Auflösung der Beachtung zu schenken sind:

Die Bezeichnung der Einheiten liegt nur die Herkunft (z.B. Branche) zu Grunde; sie sagen letztlich dasselbe aus, werden aber gerne zur Unterscheidung immer noch verwendet.

Druck-Auflösung:

dpi (dots per inch / Punkte pro Zoll)

Raster-Auflösung:

lpi (lines per inch / Linien pro Zoll)

Scan/Monitor-Auflösung:

ppi (pixel per inch / Pixel pro Zoll)

Speziell kann ich nur auf weiterführende Literatur verweisen, da ich hier vordergründig nur etwas zum Grundverständnis beitragen möchte. An einer anderen Stelle zur Bildbearbeitung/Drucken schon kurz erwähnt, lautet die Empfehlung für gerasterte Bilder: Die Bildauflösung auf den 1,5 bis 2-fachen Wert der geplanten Rasterweite zu setzen.

Um dem Auge einen gleichmässigen Farbton vorzutäuschen, muss ein Bild zum Drucken in vielen Punkten zerlegt werden.
Diese Punkte und deren Anordnung werden beim Drucken durch ein vorbestimmtes Raster angeordnet und sind somit verantwortlich dafür wie viel Farbe an eine bestimmte Druckstelle im Bild aufgetragen wird. Die Anordnung von Dichte und Grösse dieser Druckpunkte bestimmen die Farbtöne im Bild.
Beim CMYK-Druck, also dem Vierfarbendruck, wird der Raster der vier Druckfarben um etwa 30 º um den Mittelpunkt gedreht. Damit wird die Moirebildung vermieden (Danke an M. Stoll für die Richtigstellung in Bezug auf Vermeidung von Moire).

Beim Scannen ist zu beachten, dass nur die echte bzw. optisch mögliche Auflösung welche die Foto-Elemente der Scannzeile trennen können, wichtig ist.
Die werbewirksamen Interpolationswerte der Billiggeräte für den Homebereich können Sie ruhig vergessen. Warum? Eine damit gescannte Vorlage wird in der Bildqualität eher schlechter ausfallen.

Dateigrössen digitaler Bilder verhalten sich proportional zur Gesamtmenge der Pixel eines Bildes.

Ein Bild mit einer bestimmten Abmessung kann bei Erhöhung der Pixelzahl zwar mehr Feinheiten darstellen, es erhöht sich aber auch immens die Dateigrösse, wie sich im oft genannten Beispiel zeigt.

Ein Bild mit den Abmessungen 2,5 x 2,5 cm und 200 ppi (dpi) enthält viermal so viele Pixel als wenn diese Bild nur über 100 ppi (dpi) verfügt.

- hs -

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Letzte Änderung: 30/06/2011 - 11:20 Uhr