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Gradationskurven nutzen.

Das optimalste und vielseitigste Werkzeug bei der digitalen Bildbearbeitung ist die Gradationskurve.
Diesen Satz kann man so oder ähnlich allüberall lesen wenn es um EBV geht.

Durch die Veränderung der Kurve an bestimmten Punkten, nimmt man Einfluss auf Helligkeit und Kontrast im Bild.
Entweder für das ganze Bild oder auch für jeden Farbkanal einzeln.

Selbst einfachere Software zur Bildbearbeitung zeigt die Gradationskurve mit den Tonwerten in einem Dialogfenster an.
Die Nutzung der Gradationskurve ist sehr vorteilhaft, der Umgang damit aber etwas diffizil, so dass ich hier wieder auf die Programmhilfe oder auf weiterführende Literatur verweise.

Schärfen, auch durch Unscharfmaskierung.

Der Arbeitsschritt "Schärfen" sollte der letzte Bearbeitungspunkt bei der Bildbearbeitung sein.

Durch digitale Bildbearbeitung kann ein unscharfes Bild nicht scharf gemacht werden. Oder doch?
Nur wenn die Tonwertunterschiede benachbarter Pixel erhöht werden wird dem Auge des Betrachters eine bessere Schärfe vorgetäuscht. Das geht so weit, dass auch im Druck auf Papier eine im Original nicht vorhandene Schärfe nun erkennbar ist.
Wichtig ist auch zu wissen, ohne genauere Kenntnisse was da mittels Software passiert, dass mit falschem oder überzogenem Schärfen ein Bild auch verschlechtert werden kann. Nur gut sich daran zu erinnern, niemals mit einem Original zu arbeiten.

Für einfache Aufgaben wird es meistens reichen, vor allen zur Darstellung am Monitor, vorbereitete Schärfefilter der Programme zu verwenden. Der Nachteil: Diese Filter machen in der Regel keinen Unterschied zwischen Kanten und Flächen mit dem Effekt, dass Flächen dann nicht mehr sauber und gleichmässig aussehen.
Ist die Aufgabe anspruchsvoller, z.B. Druckausgabe, bleibt eigentlich nur die Unscharfmaskierung zum Schärfen eines Bildes; was aber auch kein Allheilmittel ist.

Beim "unscharf Maskieren" ist wieder Erfahrung gefragt, behaupte ich einmal.
Hier sollte man sich mittels der Programmhilfe oder Literatur einarbeiten. Wieder gilt: Ungeduld ist fehl am Platz.

Soviel noch: drei Faktoren kommen zum Tragen, die Schärfstärke, der Radius und der Schwellwert in den Einstellungen.
Einfachere Programme zur Bildbearbeitung bieten in der Regel keine komfortablen oder auch nur eingeschränkte Möglichkeiten bei der "Unscharfmaskierung."

Der Radius ist immer im Verhältnis zur Stärke zu sehen. Wenig Schärfstärke - grösserer Radius und umgekehrt.
Mit dem Schwellwert wird eingestellt, ab welcher Tonwertdifferenz zwischen den Bildpixeln das Schärfen beginnen soll.

Als Ergebnis entsteht, einfach ausgedrückt, eine unscharfe Version des Bildes welche dann mit der Originalvorlage verrechnet wird.

Tonwertkorrektur:

Bildbearbeitungsprogramme, auch Software zum Scannen, bieten in der Regel eine Funktion zur automatischen Tonwertspreizung. Ob diese Funktion sinnvoll ist, muss jeweils wohl aus Erfahrung sowohl bei der Scannvorlage als auch bei der Bearbeitung eines Bildes entschieden werden.

Üblicherweise wird ein Histogramm zur Verfügung gestellt in welchem der gesamte Tonwertbereich als dicht beieinander liegende Balken dargestellt werden.
Hier sind alle Möglichkeiten der Tonwertspreizung und der Festlegung des Schwarz- und Weisspunktes gegeben.

Es muss jeweils der hellste und dunkelste Punkt, bzw. Bildpartie, festgelegt werden, welche dann von der Software für den Tonwert Weiss (255) und Tonwert Schwarz (0) angenommen wird.
Die Tonwertspreizung kann also nur so gut sein wie ein Anwender in der Lage ist den jeweils hellsten und dunkelsten Bereich in einer Scannvorlage oder in einem Bild am Monitor zu erkennen.
Hat ein Bild kein absolutes Weis oder Schwarz, oder der Tonwert ist nur schwer zu bestimmen, so können bei Anwendung dann die sogenannten Tonwertabrisse entstehen. Hier verbietet sich quasi die Anwendung der automatischen Tonwertkorrektur.

- hs -

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Letzte Änderung: 24/05/2010 - 18:54 Uhr