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Laserdruckker

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Grundsätzliches:
Nicht jeder Drucker ist technisch in der der Lage alle möglichen Druckmedien zu verarbeiten.
Bitte unbedingt das Handbuch lesen!

Was ist mit Deckkraft gemeint:

Ein Kriterium bei der Auswahl eines Druckers ist u.a. auch das Verbrauchsmaterial. On nun Toner, Tinte, Folien oder Farbband, alles zusammen bestimmt letztlich den Endpreis einer Seite in einer bestimmten Grösse.
Die Ergiebigkeit einer bestimmten Menge der Druckfarben wird von den Herstellern in Deckkraft/Seite angegeben und bei Tinte z.Beispiel i.d. Regel nie erreicht. Zudem wird, von der Menge her, selten nur mit der Deckkraft 5 Prozent gedruckt auf die sich die Hersteller bei der Ergiebigkeit ihrer Verbrauchsmaterialien beziehen.

CMY-System

Die Farben Cyan (C), Magenta (M) und Yellow (Y) mischen subtraktiv zu schwarz.

CMYK-System

Die realen Druckfarben Cyan, Magenta und Yellow addieren in der Praxis nicht zu einem reinen Schwarz; es entsteht nur eine sogenanntes schmutziges Braun. Darum wird Schwarz als Zusatzfarbe (K=Key=Schlüsselfarbe) benötigt.

Sehen Sie sich die Grafische Darstellung an.
Bedenken Sie immer (das kann nicht oft genug wiederholt werden), dass Ihr(e) Browser Farben unterschiedlich interpretieren.

Separation

Die Umrechnung von RGB nach CMYK wird als Separation bezeichnet und berücksichtigt die beteiligten Farbräume.

Im privaten Bereich werden zum Drucken von Farbe (Fotos) immer noch überwiegend Tintendrucker eingesetzt.
Aber - mit dem Jahre 2006 begann der Farblaserdrucker bei Preisen ab 300 € im Consumerbereich Fuss zu fassen. Im Jahre 2010 liegt der Einstiegspreis bei 200 €

Zunehmend werden hochwertige Tintendrucker, Vorreiter war die Firma EPSON®, auch zum Proofen genutzt. Da es den Consumer-Bereich kaum betrifft, mehr oder weniger den Digitalbereich von z.B. Fotografen berührt und letztlich auf die Druckvorstufe ausgerichtet ist, erwähne ich das hier weil die Erfahrungen auch in die Druckermodelle unterer Preisklassen einfliessen können. Dass ein Billigstdrucker quasi nur ein Gehäuse für die Tintenbehälter und etwas Elektronik ist, mit dem auch gedruckt werden kann, braucht nicht besonders erwähnt werden.

Wenn ein neuer Drucker trotzdem sofort ein Farbbild nicht schlecht ausgibt, ist es erst einmal Zufall und Glück. Dann kommt eine Voreinstellung des Druckertreibers ins Spiel, sofern der Anwender da auch die richtigen Einstellungen vorgenommen hat, falls es überhaupt diverse Möglichkeiten gibt. OK! Die Werbung hat auch gelegentlich Recht - es kann auch ein Erfolgserlebnis geben wenn ohne alle Einstellungen einfach nur gedruckt wird. Dann liegt ein optimierter Druckertreiber vor der davon ausgeht, dass die zu druckende Datei aus dem Arbeitsfarbraum »sRGB« stammt. Die Druckdaten werden entsprechend der eingebundenen ICC-Profile in den Druckfarbraum CMYK konvertiert.

Bitte beachten!

Wird Farbmanagement eingesetzt, das ja vor der Aktivierung des Druckertreibers abläuft, müssen im Druckertreiber unbedingt alle druckerspezifischen Einstellungen zur Farbanpassung abgewählt (ausgeschaltet) sein. Andernfalls steuert der Druckertreiber mit seinem ICC-Profil voll dagegen um die Einstellungen die im Programm vorgenommen wurden wieder auszugleichen (Separation).
Soweit die Theorie! Die Praxis im Homebereich und dessen Arbeitsumgebung von der Soft- bis zur Hardware unterstützt das i.d. Regel nicht.
Geht es nicht direkt (was die Regel ist), müssen Sie Ihre Druckerprofile, die Sie ja ohnehin haben werden, so einrichten, dass das Ergebnis mit der Monitorabbildung übereinstimmt.
Hier sind in jedem Fall eigene Tests erforderlich; zudem unterstützen nicht alle Hersteller und Druckermodelle die Möglichkeit der Umgehung des druckereigenen quasi Farbmanagements. Dieses wurde ja deshalb im Druckertreiber bedingt eingebunden um Kunden, die ohne Farbmanagement arbeiten müssen oder wollen, ein bereits zufriedenstellendes Ergebnis zu präsentieren.
Damit diese Option auch weitgehend funktioniert, erwartet jeder Druckerhersteller aber auch, dass die Kunden Originaltinte und Original-Papier verwenden; denn darauf ist das alles abgestimmt (gilt nur für Farb- ggf. auch für Graustufen-Fotos).

Hier noch die Antwort, warum auf dunklem bzw. schwarzem Papier mit Tinte nicht Weiss gedruckt werden kann:
Da Tintendrucker ja mit der subtraktiven Farbmischung arbeiten, kann die hellste Farbe die gedruckt werden kann, immer nur der Helligkeit des jeweiligen Papieres entsprechen. Siehe dazu auch unter Tintendrucker den Abschnitt zu Fotodrucker wie das ab Mitte des Jahres 2004 versucht wird annähernd zu ermöglichen.

Wollen Sie die Farbe Weiss, oder Silber und Gold, oder andere Farbtöne auf dunklem (besonders gut auf schwarzem Papier oder Karton) Untergrund drucken, so muss dazu ein Sublimationsprinter verwendet werden. Es gab (gibt?) auch Modelle die mit Bandkassetten arbeiten (ehemals die bekannten ALPS® -Drucker, der Autor hatte bis zum Jahre 2004 selbst noch einen). Die Firma OKI® hatte zum Ende des Jahres 2003 solch einen Drucker noch im Angebot. Preise um ca. 800 EUR.
Dieses Spezialgebiet wird m.W. heute nicht mehr bedient, obwohl der Markt dafür existiert. Ob das bei einem aktuellen Sublimationsdrucker nachgerüstet werden kann, ist mir nicht bekannt.

Tipp am Rande:
Gemäss der obigen Erklärung kann WEISS auf schwarzem Untergrund gedruckt werden, z.B. das was Sie hier eingerahmt als Demo auf RGB-Schwarz vor sich sehen. Der teuere Haken dabei: Sie müssen den "schwarzen Hintergrund drucken" - das Papierweiss ist dann die Farbe WEISS.

Dass ein Drucker, je nach Hersteller und Modell und Treiberausstattung unterschiedlich, nicht alle Farben des RGB-Farbraumes drucken kann, wird unter Farbräume kurz angedeutet, ist aber nur mit Hintergrundwissen auswertbar.

Wichtig und viel zu wenig beachtet ist auch, dass die Wahl des verwendeten Papieres das Druckergebnis immens beeinflusst.
Liegt kein spezielles ICC-Profil für einen Drucker und den genutzten Papiersorten vor, so kann versucht werden das Monitorweiss (Farbtemperatur) dem Papier anzupassen. Probieren ist aber auch hier angesagt und der Abgleich sollte unter neutralem Tageslicht erfolgen.
Umgekehrt geht es auch; ein Papierweiss wählen das dem Monitorweiss nahe kommt oder sogar gleicht. Das das alles nur ein Behelf ist, quasi ein Versuch der ersten Hilfe ist wird klar, wenn Sie unter Kalibrieren-Profilieren und auch unter Test-Monitor nachlesen. Vielleicht haben sie das ja bereits getan.

Achtung!
Vergessen Sie schnell diese Hilfe-Krücke wenn Sie Ihren Monitor bereits kalibriert und profiliert haben. Damit machen sie alles zu diesem Punkt Erreichte wieder zunichte.
Aber auch ein Blick auf die Webseite der Papierhersteller kann bei der Suche nach einem speziellen Profil für eine Papiersorte und Drucker helfen.

Das alles macht aber nur Sinn, wenn Sie beim Farbdruck mit einem oder mehreren Druckermodellen eine durchgehende Qualität wirklich brauchen. Wer je nach Papierangebot sein Papier als billiges Schnäppchen kauft, seinen Monitor kalibriert hat und das empfohlene Druckprofil des Druckerherstellers nutzt, wird auch da keine allzu grossen Enttäuschungen erleben.
Selbst auf Normalpapier, auch mit glatter aber nicht glänzender und somit dichterer Oberfläche, kann man mit weniger Tintendichte heute akzeptable Ergebnisse erzielen. Weniger Tintendichte bedeutet ganz einfach "Entwurfsmodus", allenfalls noch Normal. Selbst im Entwurfsmodus wird bei Text der Unterschied zu hoher Qualität im Normalfall kaum eine Rolle spielen.

- hs -

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Letzte Änderung: 29/04/2011 - 23:56 Uhr