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Ja - es geht um die
»Digitale Bildbearbeitung«

Vorwort:

Angesprochen werden die absoluten Beginner die Hardware gekauft haben und sich nun wundern, warum der Drucker (i.d. Regel vorwiegend Tinte) mehr oder weniger farbstichige Bilder produziert.
Oder - um zu erfahren warum eine Farbdarstellung auf jedem Monitor anders aussehen wird (den Zufall einmal ausgenommen).
Das Thema Farbmanagement, das hier allgegenwärtig ist, wird seit Jahren in Fachkreisen widersprüchlich diskutiert. Das soll hier aber keine Rolle spielen. Ich will nur simple und fast kostenlose Möglichkeiten aufzeigen (viele Anwender haben selbst dafür kein Interesse), um für den "Hausgebrauch" gute bis zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen.
Dazu erhalten Sie Links (oft leider in englisch), um sich da weiter zu informieren wo ich hier aufhöre zu erklären. Aber - das ist dann bereits der Profibereich!.

Mit einigen Bildbeispielen, Erklärungen und vor allem sehr viel Text, möchte ich den gesamten Workflow von der Eingabe bis zur Ausgabe aus der Sicht eines Autodidakten beschreiben. Technische Zusammenhänge kommen dabei nicht zu kurz. Es wird mehr als nur Grundwissen vermittelt. Es ist aber kein Lehrgang!

Es werden weder spezielle Programme noch Hardware besprochen, Anleitungen sind ohnehin nicht möglich. Zu allen Bereichen werden Sie aber Infos finden nach denen Sie vielleicht schon oft gesucht haben.
Vielleicht noch erwähnenswert, dass das Jahr 2003 für die gesamte Publishing-Branche ein Normen-Eckpunkt war, von dessen Auswirkung der Massenmarkt vermutlich auch profitieren wird.

Tipp:

Je nach Ihrem Wissensstand sollten Sie diesen Bereich »Digitale Bildbearbeitung« durchlesen, oft wird das mehrmals (Links) erforderlich sein. Nur dann können, wieder auf den Wissensstand bezogen, die wenigen Anleitungen auch voll zum Erfolgserlebnis werden.

Sollte Ihnen einmal das Wort Kontraktproof unter die Augen kommen, es betrifft internationale Standards in Verbindung mit einer durchgehenden Qualitätskontrolle im Bereich Proofing. Unter Drucken werde ich das kurz streifen, es betrifft den Publishingbereich bis zum Endprodukt, das aus der Druckerei kommt.

Ziemlich spät, erst im Jahre 1994, habe ich mich näher mit der digitalen Bildbearbeitung befasst. Anlass war, weil ich Fotos und Grafik erstmals für das WWW aufbereitet habe. Plötzlich war auch die Dateigrösse ein Thema, ebenso die Anwendung von Transparenz in GIF-Grafiken auf einer HTML-Seite.
Die verschiedenen Formen des Schriftzuges Digitale Bildbearbeitung habe ich als simple Demo zur Schriftmanipulation wiederholt im Fliesstext eingefügt. Wie einfach, oder überhaupt nicht oder sehr aufwendig so etwas zu machen ist, wird vom eingesetzten Programm bestimmt.

Leider wird immer noch, oder bewusst, durch irreführende Werbung als Verkaufsargument von bestimmter Hardware, die Bedeutung der Optimierung von Bilddaten, speziell für das WWW, nicht wirklich bewusst gemacht. Eine Nachbearbeitung (damit ist die private Klientel gemeint) ist nicht nötig; was ja auch Dank Fortschritt, nicht mehr unbedingt nötig ist. Leider wird dadurch aber beim Anwender eine Ignoranz (zum eigenen Schaden) gefördert. Meine Erfahrungen belegen das immer mehr, wenn aus Unkenntnis z.B. Urlaubsfotos in einer Grösse von mehreren MB und z.B. 2048x1536 Pixel auf WWW-Seiten angeboten werden. Selbst für Ausbelichtungen wird quasi suggeriert, dass eine Nachbearbeitung (warum und wofür auch immer) nicht nötig ist.

Nach und nach und ganz nebenbei haben sich bei mir Informationen angesammelt die ich hier nun anbieten möchte. Da alle Themen zueinander in Bezug stehen, sind zugehörige Informationen auch auf anderen Seiten zur digitalen Bildbearbeitung untereinander verlinkt.

Anmerkung:

tonwertDer Umgang mit Gradationskurven, Histogrammen und der Tonwertkorrektur sollten für Sie, natürlich wieder nach persönlichem Anspruch, wirklich nicht fremd sein. Warum? Es sind die effektiveren Möglichkeiten in einem Programm zur digitalen Bildbearbeitung als deren allgemeinen Menüpunkte für z.B. Helligkeit oder Kontrast und deren Automatikfunktionen.

Das nebenstehende Bild (je nach Fenstergrösse bzw. Monitorauflösung auch darüber stehend) zeigt als Beispiel das Histogramm in der Tonwertkorrektur für das darüber zu sehende Logo "Digitale Bildbearbeitung".
Auch die Beeinflussung des Gammawertes, welcher in manchen Programmen überhaupt nicht, in anderen Programmen nur als Menüpunkt zur Verfügung steht, kann schon viel bewirken. Geht das ebenfalls über ein Histogramm, so ist das nun einmal nicht zu überbieten.

Aus diesen stichpunktartigen Erklärungen sollte zu erkennen sein, dass "Digitale Bildbearbeitung" ein sehr umfangreiches Thema ist. Durch Kenntnis der Zusammenhänge können Bilder oft gerettet werden. Der Einsatz eines Programmes zur Bildbearbeitung dient vordergründig aber immer der Anpassung und Aufwertung an den jeweiligen Verwendungszweck.

Dass meine Ausführungen teilweise nicht in die heile und doch so als "kinderleicht" angepriesenen Werbebotschaften vieler Hardware-Hersteller passen, soll kein Antikaufargument für z.B. Digitalkameras sein.
Wer in diesem Punkt anspruchslos ist, nutzt vielfältige Funktionen seiner Digi und hat vermutlich zufriedenstellende Fotos dabei. Der Begriff Digitale Bildbearbeitung kann weiter eine fremde Welt bleiben. Falls nicht, brauchen Sie Zeit; oft mehr Zeit als Sie vielleicht bereit sind dafür aufzuwenden.

Unregelmässig werde ich mit Fragen konfrontiert, die ich leider oft auch nur mit einem Hinweis auf eine Recherche im WWW bzw. auf spezielle Fachliteratur beantworten kann. Der Kauf eines Fachbuches um 50 EUR und mehr ist aber i.d. Regel keine wirtschaftlich sinnvolle Anschaffung, wenn nur über einige grundlegende Fragen Unklarheit besteht. Nicht erst seit dem Aufkommen der ersten digitalen Kameras, abfällig Knipsen genannt, weiss ich, dass es mit verwertbaren Hintergrundinfos immer schlechter bestellt ist - der Infobedarf aber wächst.
Denn: Ein optimales Ergebnis, ob nun am Monitor oder als Druckausgabe, ist nicht ohne digitale Nachbearbeitung an einem Computer-System, üblicherweise "Macintosh (Apple)" / "IBM-PC" zu erreichen.

Sicher, die digitalen Bilder-Services verbreiten sich immer mehr und liefern durchaus Ergebnisse, die auch ohne vorherige Nachbearbeitung der Bilddateien ansehbar sind. Eine Auswahl hat der Kenner aber nur Online und kann die Vorteile dann nutzen.
Bereits beim Umgang mit einem Flachbett-Scanner oder einer digitalen Kamera sollte spezielles Wissen um " das was da passiert" vorhanden sein um die enormen Möglichkeiten dieser Geräte auch wirklich einsetzen und nutzen zu können.

Wer jedoch mit einer Digi nur fotografieren will, diese mit einem Drucker verbindet oder das Speichermedium der Kamera einem Digitallabor anvertraut (ja, auch ein Überspielen auf andere Datenträger ist möglich), kann durch Lesen meiner Ausführungen vielleicht noch Spass an der digitalen Bildbearbeitung (EBV) gewinnen.
Die untenstehende Abbildung »müssen« Sie noch farbdifferenziert sehen können!

Meine Erklärungen sollen helfen etwas Verständnis zu wecken. Wenn sich im Kopf das eine oder andere -Aha- formt, habe ich vermutlich die richtigen Worte gefunden und *man* kann weiter aufbauen. Als ich mich 1994 damit etwas mehr befassen musste gab es zwar bereits das WWW, leider waren Infos eigentlich nicht zu bekommen; wenn doch, dann nur in englischer Sprache. Auch die Universitäten fingen erst an aufzubauen und im WWW für die Öffentlichkeit präsent zu werden.

Obwohl im Normalfall die Programme zur Bildbearbeitung (und davon gibt es immer mehr die leider meistens nur Grundfunktionen beherrschen) die nötigsten Funktionen bieten, besteht aber ganz allgemein im privaten Bereich Unklarheit über die Zusammenhänge und Auswirkungen von dem was machbar ist und was nicht geht.
Auch der Begriff "Farbraum" ist meistens etwas völlig Unbekanntes. "... da haben Sie nichts mit zu tun", kann man hören, wenn überhaupt geantwortet wird.

Wie Bilddaten bearbeitet werden wird von Programm zu Programm unterschiedlich gehandhabt. Für ein zufriedenstellendes Ergebnis, vor allem zur Darstellung am Monitor, genügt oft ein einfaches Programm.

Bisher gilt (fast) immer noch für die digitale Fotografie, dass hohe Bildqualität und Bewegung im Bild, sich widersprechen. Hochwertige Digital-Kameras sind davon ausgenommen. Deren Nutzer haben aber auch keine Probleme und wissen die Vorteile der digitalen Nachbearbeitung zu schätzen und zu nutzen.
Bei der Bewegung im Bild gehen Bildpunkte verloren, die von der Kamerasoftware als neue Bildpunkte erneut berechnet werden müssen.
Seit dem Herbst 2002 ist aber erstmal in der Preisklasse der Digi-Kameras um 3000 EUR der Vorteil der analogen Fotografie nicht mehr gegeben. Da es ein historischer Zeitpunkt ist, gehe ich darum kurz darauf ein:

Im Jahre 2002 haben die Kamerahersteller Nikon (D100)®, Canon (D60)® und Fuji (S2 Pro)® mit ihren Modellen in Verbindung mit Wechselobjektiven zum Dia-Negativfilm quasi gleich gezogen. Spezialaufgaben einmal ausgenommen. In einigen Bereichen hat die Sensortechnik sogar Vorteile und - der Belichtungsspielraum ist mehr oder weniger gleich.

FarbräumeEin Blick auf die unterschiedlichen Farbräume ist auch ganz nützlich.
Der Farbraum YCC, also der schon betagten Foto-CD, ist sehr viel grösser als der von RGB, welcher ja auch Monitore und Scanner umfasst.

RGB-FarbraumDie hohe Zeit der Foto-CD ist, im Privatbereich, seit dem Jahrtausendwechsel vorbei.

Zu sehen ist aber auch, dass der Farbraum für die Druckausgabe sich auch noch unterscheidet, was ja im Homebereich dadurch zum Tragen kommt, dass Monitordarstellung und Druckausgabe in den wenigsten Fällen sofort übereinstimmen.

Die rechte Abbildung zeigt den RGB-Farbraum in einer besseren Darstellung.

- hs -

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Letzte Änderung: 02/07/2011 - 15:51 Uhr