HemaPräsenz

Ausbelichtungen

Bitte beachten!

Vor der Übergabe der Bilddateien an einen Foto-Belichter, diese keinesfalls in den CMYK-Farbraum konvertieren. da Foto-Belichter den RGB-Farbraum nutzen.

Vorbemerkung:

Im privaten Bereich haben die digitalen Kameras mit ihren Speicherkarten oder auch nur internen Speicher, die analogen Kameras und damit auch den normalen Film schon weitgehend verdrängt.
Es stimmt sogar die Werbeaussage, dass mit einer Digitalkamera automatisch aufgenommene Fotos i.d. Regel auch zufriedenstellende Prints ergeben. Das Endergebnis, ob nun analog oder digital fotografiert, ist weitgehend gleich. Das ist selbst beim engagierten Foto-Hobby mit Beeinflussung bei der Aufnahme immer noch so.
Die Vorteile des digital aufgenommenen Fotos kommen erst beim gewünschten nächsten Schritt zum Tragen. Das ist die digitale Bildbearbeitung am Computer. Wer diese sich bietenden Möglichkeiten nutzen kann und auch will, dieser fotografierende Mensch schickt Bilddateien zum Ausbelichten deren Ergebnis er bereits vorher zu kennen glaubt.

Wenn Statistiken stimmen, werden heute um die 90 Prozent aller Ausbelichtungen im Format 9 x 13 cm in Auftrag gegeben. Leider davon nur etwa gut 10 Prozent, deren Dateien am Computer nachbearbeitet wurden.
Dem gegenüber werden knapp 90 Prozent aller Fotos ab dem Format 13 x 18 cm am Computer nachbearbeitet. Das beinhaltet nicht nur Farbkorrekturen, Helligkeit, Kontrast und Gamma sondern auch, dass ein Motiv durch z.B. »Freischneiden« an Bildwirkung gewinnen kann.

Was »man« wissen sollte

Wegen der ja zum Teil zwangsläufig erforderlichen enormen Dateigrösse, werden diese Bilddateien üblicherweise im Format JPEG (*.jpg) zum Ausbelichter bzw. Digitallabor hochgeladen oder in einem Ladengeschäft abgegeben.
Klar - Sie wissen bereits, dass zur Bildbearbeitung die Dateien (falls nicht bereits im Dateiformat TIFF aufgenommen), nach *.tif konvertiert werden müssen. Denken Sie aber auch daran, falls Sie diese Dateien im TIFF-Format an das Digitallabor schicken, auf diese nicht die LZW-Komprimierung anwenden. Ebenso sollten »Ebenen und Alpha-Kanäle« nicht mit gespeichert werden. Der Belichter eines Digital-Labores kann damit nichts anfangen. Mehr dazu geht hier am Thema vorbei.

Kunden-Terminals (z.B. in Grossstädten):
Unterstützt Ihre Digitalkamera DPOF, das sogenannte Digital Print Order Format, so können Sie die damit bereits in der Kamera markierten Aufnahmen derart indiziert in Auftrag geben. Aber - alles nur eine weitere oder andere Möglichkeit schnell zu seinen Fotos zu kommen.

Formate (Pixel) und Zuordnungen
Suchen Sie sich aus den folgen Tabellen heraus was Sie für sich empfehlenswert halten
Vorab - ein Online-Pixelkalkulator
Pixelkalkulator
Format - Pixel 9x13 10x15 13x18 20x30 30x45
640x480 X - - - -
800x600 X+ - - - -
1024x768 XX X - - -
1280x960 XXX XX X - -
1536x1024 XXX XXX XX X -
1600x1200 # XXX XXX X x
1800x1200 # XXX XXX XX X
2048x1536 # # XXX XXX XX
2272x1704 # # # XXX XXX
2560x1920 # # # XXX XXX
Markierung bedeutet
- N i c h t empfehlenswert
X Bedingt empfehlenswert
X+ Für Album Empfehlenswert
XX Empfehlenswert / Gute Qualität
XXX Sehr gute Qualität
# Unnötige Grösse / Sehr gute Qualität
Eine etwas differenziertere Übersicht - Faustregel zur Auflösung:
Quelle: Olympus® (Kamerahersteller)
Tabelle 1:
Druckgrössen in Folge der Bildauflösung des Fotos
Eingestellte Bildauflösung
i.d. Kamera (72 dpi)
Ausdruck (Breite x Höhe
bei 150 dpi)
Ausdruck (Breite x Höhe
bei 300 dpi)
640 x 480 Pixel 10.84 x 8.13 cm 5.42 x 4.06 cm
1024 x 768 Pixel 17.34 x 13.00 cm 8.67 x 6.50 cm
1280 x 960 Pixel 21.67 x 16.26 cm 10.84 x 8.13 cm
1600 x 1200 Pixel 27.09 x 20.32 cm 13.55 x 10.16 cm
2048 x 1536 Pixel 34.68 x 26.01 cm 17.34 x 13.00 cm
2288 x 1712 Pixel 38.74 x 28.99 cm 19.37 x 14.49 cm
2560 x 1696 Pixel 43.35 x 28.72 cm 21.67 x 14.36 cm
2560 x 1920 Pixel 43.35 x 32.51 cm 21.67 x 16.26 cm
2816 x 2112 Pixel 47.68 x 35.76 cm 23.84 x 17.88 cm
3200 x 2400 Pixel 54.19 x 40.64 cm 27.09 x 20.32 cm
Tabelle 2:
Pixelgrössen für die gewünschten Druckgrößen
Gewünschtes
Papierformat
Notwendige Auflösung
(bei 150 dpi)
Notwendige Auflösung
(bei 300 dpi)
13 x 9 cm 768 x 531 Pixel 1535 x 1062 Pixel
15 x 10 cm 886 x 591 Pixel 1772 x 1182 Pixel
18 x 13 cm 1063 x 768 Pixel 2126 x 1535 Pixel
Tabelle 3:
Die Standardformate sind zum Vergleich folgende:
Breite x Höhe DIN Format  
118.90 cm x 84.10 cm A0  
84.10 cm x 59.40 cm A1  
59.40 cm x 42.00 cm A2  
42.00 cm x 29.70 cm A3  
29.70 cm x 21.00 cm A4  
21.00 cm x 14.80 cm A5  
14.80 cm x 10.50 cm A6  
10.5 cm x 7.40 cm A7  
7.40 cm x 5.20 cm A8  
5.20 cm x 3.70 cm A9  
3.70 cm x 2.60 cm A10  

Je nach Angebot, können die Dateien in zur Verfügung gestellten und speziellen Programmen zum Anbieter hochgeladen (Upload) werden.

Oft ist nur ein Upload per Browser möglich.
Das ist sehr umständlich und zeitaufwendig und somit sind höhere Online-Kosten gegeben. Besser ist es da, wenn auch die Möglichkeit besteht die Bilddaten als gepackten File per FTP-Protokoll vorzunehmen.
Weit verbreitet ist aber spezielle Software zum Hochladen. Leider oft nur für Windows verfügbar, was die Angebote wieder einschränkt und bedingt die Aussage zulässt, dass diese Anbieter technisch nicht so versiert sind oder es sich nach ihrem Verständnis auch nur einfacher machen wollen. Da muss der Kunde selbst seine Schlüsse ziehen.

Tests, die immer wieder von diversen (Fach-)Zeitschriften durchgeführt werden belegen, dass Billig (selten) nicht unbedingt schlechte Qualität bedeutet. Ein hoher Preis jedoch auch nicht immer mit hoher Qualität einher geht.

Da die Preise je Bild auch von der Bestellmenge (Rabatt), den Versandkosten (Nachnahme oder auf Rechnung) abhängig sind, ist eine allgemeine Empfehlung nicht möglich.

Das meist georderte Papierformat ist 9x13 oder 10x15 cm. Die Papiergrösse wird u.a. auch von der Auflösung und dem Seitenverhältnis (4:3 oder 3:2) des Originals bestimmt. Oft wird vom Ausbelichter einfach so zugeschnitten, dass etwas vom Bild fehlt oder es ist ein weisser Rand vorhanden. Siehe dazu auch das Beispiel Papierhandling.

Weiter besteht oft die Möglichkeit, die fertigen Bilder auch am Wohnort in einer Filiale oder Annahmestelle abzuholen. So entfallen die Versandkosten; eine ggf. erhobene Bearbeitungsgebühr bleibt aber. Sind die Datenmengen gross, ist es oft empfehlenswert die Dateien auf eine CD zu brennen, auch ein Speichern auf ZIP-Medien wird oft akzeptiert.
Das kann per Post verschickt oder in einer Annahmestelle, so vor Ort vorhanden, erledigt werden.

Hier einmal das Seitenverhältnis von Formatgrössen
Originalformat Seitenverhältnis
640x480 4 : 3
800x600 4 : 3
1024x768 4 : 3
1152x864 4 : 3
1280x960 4 : 3
1536x1024 3 : 2
1600x1200 4 : 3
1800x1200 3 : 2
2048x1536 4 : 3
2160x1440 3 : 2
2272x1704 4 : 3
2304x1536 3 : 2
2400x1800 4 : 3
2560x1920 4 : 3
Beispiel Papierhandling

Optimal fotografierte Motive, Helligkeit, Kontrast und Weissabgleich waren ebenfalls optimal, dann ist eine Nachbearbeitung durch ein Programm zur digitalen Bildbearbeitung nicht unbedingt nötig aber immer empfehlenswert.
Ob es nun der richtige Ausschnitt, stürzende Linien oder die für die Ausbelichtung erforderlich Grösse bzw. Pixel-Auflösung ist.

Sie sollten unbedingt einige Anbieter testen. Setzen Sie die abgegebenen Dateigrössen in Pixel und die von Ihnen vorgenommene Komprimierung in Bezug zum Ergebnis.

Ich mache das einmal am Format 9x13 fest:
Es wird diese Papiergrösse geordert und es wird eine Bilddatei mit 800x600 Pixeln zur Verfügung gestellt.
Das Original hat die Abmessung: 8,9x12,7 cm
Bildschirmgrösse ist: 8,9x11,9 cm
Papierformat ist: 8,9x12,7 cm

Es kann nun sein, je nach Ausbelichter und Preisgestaltung, dass der Kunde nun ein Papierformat von ca. 10,2x13,5 bis 15 cm bekommt.
Der Kunde erhält so in jedem Fall das volle Motiv. Fazit: Es ist nichts abgeschnitten und es gibt auch keinen weissen Rand.
Allerdings muss der Kunde den Preis für das nächst grössere Papierformat bezahlen - was sicher auch akzeptiert wird. Denn, ein Bild mit ab - oder angeschnitten Köpfen oder Füssen ist ja quasi wertlos und der Kunde hat muss trotzdem bezahlen weil er u.U. nicht die optimale Auflösung eingeliefert hat.

I.d. Regel ist es nicht erforderlich, dass Sie Ihren Bilddateien eine bestimmt Auflösung in "dpi" zuordnen, wie Sie das beim Scannen oder Drucken machen. Auch das können Sie im Vorfeld abklären. Wobei davon auszugehen ist, dass die Ausbelichter mit "300 dpi" arbeiten und das auf die Auflösung Ihrer Rohdaten, also vielleicht den 72, 85, 96, oder auch 144 PPI des Monitors beziehen.

Alles hier Gesagte dient vor allem der Hintergrundinformation und was der Kunde beachten sollte bzw. womit er rechnen muss.

Erwähnen muss ich noch, das die in der Tabelle genannten Zuordnungen von Format-Pixelgrösse in Bezug auf "Nicht empfehlenswert" von Fall zu Fall sogar noch um eine Stufe unterschritten werden kann. Das Zusammenspiel von der Aufnahme (gutes oder schlechtes Objektiv) und wichtig, die Kompression der angelieferten Rohdaten, bestimmen das Endergebnis. Sie sollten, Nein - Sie müssen sogar testen und können Geld sparen, was wieder von Ihrem Anspruch abhängig ist.

Sind Sie an Theorie interessiert?

Ja? Dann ist noch etwas zu den Datei- und Ausgabegrössen, ganz allgemein, zu sagen.

Beispiel ist eine Digitalkamera der 2-Megapixel Klasse

Oder eine andere vorhandene beliebige Bilddatei mit diesen Originaldaten.

Auflösung: 1600 x 1200 Pixel = Maximum

Der Ursprung liegt bereits in der Kameraeinstellung. Die gewählte Farbtiefe und die Pixelauflösung bestimmen die Dateigrösse. Das haben Sie vermutlich bereits selbst schon festgestellt und das tolle Sonderangebot einer Digi mit einer fast ebenso teueren Speicherkarte erweitern müssen. Wenn, ja wenn das überhaupt möglich ist.
Weitere Faktoren für die Dateigrösse sind neben der Farbtiefe und Auflösung: Das Bildformat und die jeweils gewählte Komprimierung.

Beispiel Dateigrösse:
Für ein Foto zwischen 10 x 15 und 13 x 18 cm Grösse in optimaler bzw. sehr guter Qualität brauchen Sie ein Pixelauflösung von 1600 x 1200 und eine Farbtiefe von 24-Bit. Digitalkameras arbeiten in dieser Einstellung mit 8-Bit je Farbkanal.

Rechnen wir einmal nach:
24 Bit sind = 8 Bit (1 Byte) je Farbkanal (R G B), das sind dann = 3 Byte pro Pixel.
Diese Datei wird damit dann: 1600 x 1200 x 3 = 5.760.000 Byte = 5.625 KB (KByte) = 5.49 MB (MByte) gross.

Wenn Sie Ihre Bilddateien direkt per FTP, Browser oder mit einem speziellen Anbieterprogramm Online transferieren, sollten Sie nun Ihre spezielle Bilddatei(en) komprimieren, aber vom Motiv und vom Verwendungszweck die Packrate ggf. variieren. Machen Sie einige Versuche und bestimmen so Ihre Ansprüche an Qualität und Preis.
Werden die Bilddateien auf eine CD gebrannt, sollten Sie die höchste Qualitätsstufe für die JPEG-Komprimierung nutzen; Platzverschwendung ist dann ja kein Thema.

Beispiel Ausgabegrösse:
Nehmen wir wieder die obige Bilddatei mit der Auflösung von 1600 x 1200 Pixel. Gehen wir weiter davon aus, dass der Bildbelichter im Digitallabor (bedingt auch Ihr Drucker) mit den üblichen 300 ppi ( 1 Inch = 2.54 cm) arbeitet, lässt sich ein von Ihnen gewünschtes Ausgabeformat wie folgt berechnen:

Berechnung der Ausgabegrösse:
Horizontale Auflösung ÷ Ausgabeauflösung x 2,54 cm = Bildbreite.
Vertikale Auflösung ÷ Ausgabeauflösung x 2,54 cm = Bildhöhe.

In Zahlen sind das:
1600 ÷ 300 x 2,54 = 13,55 cm Bildbreite.
1200 ÷ 300 x 2.54 = 10,16 cm Bildbreite.

Bearbeiten Sie Bilddateien für das WWW gelten andere Kriterien, die wieder vom Verwendungszweck und der Zielgruppe abhängig sind. Für Informationen mit Bildunterstützung nehmen Sie die XGA Kategorie. Das ist die Auflösung von 1024 x 768 wie sie auch ein 17-Zoll Monitor (CRT) als Standard nutzt. Selbst bei dieser geringeren Auflösung kann ein Digitallabor Prints von 24 x 18 cm Grösse liefern die i.d. Regel oft den Ansprüchen genügen. Reserven für die Bildmanipulation im digitalen Umfeld sind dann natürlich kaum mehr vorhanden.

Zum Abschluss:
Wollen Sie diese Beispielrechnungen auf Ihren Drucker anwenden, wird das auch von einem guten Programm zur Bildbearbeitung übernommen, es geht also automatisch. Doch wenn »man« weiss wie eingegriffen und verändert werden kann, ist das oft Hilfe die gebraucht werden kann.

Darum hier noch kurz etwas zu den DPI-Werten (Dots per Inch) Ihres Druckers der Fotoprints ausgeben soll.
Anmerkung:
Da alle Beiträge hier mehr oder weniger miteinander verbunden sind, sich ergänzen, würde die mögliche immense Verlinkung den Lesefluss erschweren. Ich habe das auf sinnvolle Stellen beschränkt.

Zu beachten ist also bei einem heute üblichen Foto-Tinten-Drucker mit einer Auflösung von 1440 dpi, dass das kein Zahlenwert ist welcher im vorliegenden Beispiel zur Berechnung der Ausgabegrösse genutzt werden kann.
Der Wert von 1440 dpi sagt aus, dass ein Drucker 1440 Druckpunkte auf einen Inch setzt. Im Gegensatz zu einem Belichter mit 300 ppi, kann ein Drucker, ob nun Tinte oder Laser, Halbtöne aber nur im Raster von 4 x 4 Dots bilden. Das haben Sie sicher an anderer Stelle (hier?) bereits gelesen.

Für die manuelle Berechnung der Ausgabegrösse dieses Beispiel-Tintendruckers, müssen Sie nun die ach so werbewirksame Druckerauflösung von 1440 dpi enttarnen. Teilen sie bitte den Wert durch vier (4). Also: 1440 ÷ 4 = 360 ppi als echte nutzbare Auflösung.

Um das nun wieder an unserem Beispiel der Datei mit 1600 x 1200 Pixeln festzumachen, ist das Foto in dieser Qualität selbst gedruckt, nur noch 11,29 x 8,47 cm gross.

Nicht mehr das Thema hier: Sicher, Sie können auch auf einen Drucker mit 1440 dpi andere Printgrössen nach dieser Beispiel Ausgangsdatei drucken lassen.

- hs -

© 1996-201q  «»  http://old-schulte.de/

Letzte Änderung: 04/07/2010 - 12:14 Uhr